Friedrich August Calau: Leipziger Tor, Aquarellierte Aquatinta Besitz und Fotografie: Stiftung Stadtmuseum Berlin
 

Laufer

„… unser echt deutsches Urprodukt Eisen darf nicht unterliegen“ – Franz Haniel 1839

Ulrike Laufer, Duisburg

Die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstandenen Eisenhütten verdanken ihre Existenz dem lokal vorkommenden Raseneisenstein, der sich hervorragend zu qualitativ hochwertigen Eisengusswaren aller Art verwenden ließ. Die Waren – Hausrat, Zierrat, dekorative Bauteile – fanden reißenden Absatz rheinauf- und abwärts, insbesondere jedoch in Holland und im Ostseegebiet. Der zunehmende Dampfschiffverkehr und der Bau der ersten Eisenbahnen veränderten in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts die Interessen der Pioniere der Schwerindustrie, und die niedrigen Preise für englisches Roheisen führten zu erheblichen Konflikten im Deutschen Zollverein.