Stefan Kipf
Von Arrian bis Xenophon. Der griechische Lektüreplan der Berliner Gymnasien unter dem Einfluss des Neuhumanismus
Stefan Kipf (Berlin)
Der Autorenkanon des Griechischunterrichts war im Laufe der Geschichte des Faches immer wieder Veränderungen unterworfen. Dabei stellt es sich immer wieder als ausgesprochen schwierig heraus, zur unmittelbaren Realität des Unterrichts vorzudringen. Zu dem Quellenmaterial, das wertvolle Einblicke in die Unterrichtspraxis am preußischen Gymnasium gewährt, gehören die Jahresberichte der Höheren Lehranstalten. Sie bieten in den sogenannten Schulnachrichten unter der Rubrik „Lehraufgaben“ zum Teil sehr detaillierte Informationen über die Stoffe, die im abgelaufenen Schuljahr in den einzelnen Fächern behandelt wurden. Auch für den Griechischunterricht enthalten sie unersetzliche Informationen: So finden sich genaue Angaben zu den behandelten Autoren, wobei in der Regel recht genaue Spezifikationen zu einzelnen Werken und den behandelten Abschnitten vorgenommen werden. Vor dem Hintergrund des stetig an Einfluß gewinnenden Neuhumanismus sollen auf der Basi