Andreas Fritsch
Die Begründung des altsprachlichen Unterrichts bei Friedrich Gedike (1754-1803)
Friedrich Gedike war ein maßgeblicher „Wegbereiter der preußischen Reform des Bildungswesens“ (Harald Scholtz), er war Direktor des Friedrich-Werderschen Gymnasiums und des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin, Oberkonsistorialrat, Oberschulrat, seit 1790 auch Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Als Mitglied des auf sein Betreiben vom Minister Frhr. v. Zedlitz gegründeten Oberschulkollegiums (einer von der Kirche unabhängigen obersten Unterrichtsbehörde) gab er den Anstoß zur Errichtung eines Seminars zur besseren Vorbereitung der Lehrer höherer Schulen und leitete selbst dieses erste Gymnasialseminar für die „zweite Phase“ der Lehrerbildung. Er bereitete auch das erste Abiturreglement in Preußen vor. Gedike kann als Begründer der Theorie der „formalen Bildung“ angesehen werden. Seine Rechtfertigung für den altsprachlichen Unterricht lautete (in einem von ihm selbst formulierten Satz zusammengefaßt), „