Die Altertumswissenschaften in Berlin um 1800 an Akademie, Schule und Universität
Freitag, den 17. Oktober und Samstag, den 18. Oktober 2003 im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibnizsaal, Jägerstraße 2223, 10117 Berlin
Organisation: Bernd Seidensticker / Felix Mundt / Ute Tintemann
Durch die Gründung der Berliner Universität 1810 erfahren die Klassischen Altertumswissenschaften wichtige Impulse und erhalten in der Folge ihre bis heute andauernde Prägung. Auf der Tagung soll die Bedeutung der Altertumswissenschaften in Berlin um 1800 näher beleuchtet werden.
Ein Schwerpunkt der Tagung wird auf der in dieser Zeit sehr lebendigen Berliner Gymnasiallandschaft mit ihrem altsprachlichen Unterricht liegen. Einen zweiten Schwerpunkt wird das Wirken wichtiger Berliner Altertumswissenschaftler der Zeit und ihr Einfluß auf die Berliner Kultur bilden.
Programm
Freitag, 17. Oktober 2003
13.45
Conrad Wiedemann / Bernd Seidensticker, Berlin: Begrüßung
Altertumswissenschaften um 1800
Die Bildung unbezwinglicher Herzen. Minister Altenstein (1770-1840) und die Berliner Altertumswissenschaften
15.45 Pause
„Nicht Bücher, sondern Menschen“. Wilhelm von Humboldt und das Studium der Antike
Der „Geschäftsmann“ als Historiker. Niebuhr und die „Römische Geschichte“
Sonnabend, 18. Oktober 2003
Andreas Fritsch, Berlin:
Zwischen Philanthropinismus und Neuhumanismus. Die Begründung des altsprachlichen Unterrichts bei Friedrich Gedike (1754-1803)
Von Arrian bis Xenophon. Der griechische Lektüreplan der Berliner Gymnasien unter dem Einfluß des Neuhumanismus
11.00 Pause
Alexander Kosenina, Berlin:
Johann Jakob Engels sokratische Lehrmethode am Joachimsthalschen Gymnasium zu Berlin (1776-1787)
Die Berliner Altertumswissenschaften um 1824 und ihre gesellschaftliche Vermittlung über das Schulprogramm
13.00 Mittagspause
Johann Joachim Bellermann (1754-1842). Ein gelehrter Berliner Schulmann
Philologie und Geselligkeit. Philipp Buttmanns Beitrag zur „Berliner Klassik“
15.45 Pause
Antikes Erbe und Geist der Romantik. Das Dilemma des August Ferdinand Bernhardi
ca. 17.00 Ende der Tagung