Seite << 7 von 7
Gründung: 1814
Zweck: Verbreitung der Bibel, auch außerhalb Preussens
weitere Regeln: jede Person, die nur einmal eine Spende entrichtet, wird als Wohltäter angesehen
Sekretäre: Dietrich, Elsner
Beitrag: 1 Thaler jährlich
Die Preußische Hauptbibelgesellschaft in Berlin, welche im Jahre 1814 gestiftet ist u. schon 25-30 Töchtergesellschaften zählt, hat um die Theilnehmer dieser segenvollen Anstalt, und die Unterstützung zu derselben zu vermehren, ihre Grundsätze bei Errichtung derselben von neuem bekannt gemacht. Die vornehmsten sind: 1) Der Gegenstadt der Gesellschaft ist: Ausbreitung der heil. Schrift in und außerhalb des Landes, nach der Uebersetzung, die eine jede Confession angenommen hat. 2) Jedes, der einen Beitrag jährlich von 1 Thlr. subscribirt, wird ein Mitglied der Gesellschaft. Wer auch nur einmal Beiträge giebt, soll als Wohlthäter erkannt werden. 3) Ein, aus einem Präsidenten, 3 Vicepräsidenten, 12 (oder mehreren) Direktoren, 4 Sekretären und 1 Schatzmeister bestehende Ausschuß besorgt die Angelegenheiten der Gesellschaft. 4) Jährlich wird ein Bericht über die Fortschritte der Gesellschaft vorgelesen. 5) Alle Geschäfte geschehen unentgeldlich. 6) Die Beitröge werden von sämmtlichen Mitgliedern der Direktion angenommen, besonders aber vom Schatzmeister und den Sekretaren. (Der zeitige Schatzmeister ist der Hofrath Parthey, Berlin Brüderstraße No. 13. Die Sekretare sind der Kammergerichts-Refer. Dietrich. Schleuse No. 6., der Kaufmann Elsner, Spandauer Straße No. 40., der Prediger Jänike, Wilhelmsstraße No. 29. und der Hofprediger Sack, neue Grünstraße No. 26.).
(Bericht über die Preußische Hauptbibelgesellschaft in Berlin, in: Vossische Zeitung (bzw. Königlich Privilegierten Berlinischen Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen), St. 3, S. 7; Donnerstag, 6. Januar 1820).
zurück
diese Seite drucken
© 2007 Berliner Klassik | Top | Seite << 7 von 7