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1815

7.1.

Schneidersohn Carl Rumpf probeweise zum Unterricht aufgenommen

Übermittlung des Gesuchs des Blumenmalers Völcker um Professur an SKöU; V. könnte durch Bereitstellung von Musterblättern der Akad. ‘nützlich sein’, doch Professur dafür nicht angemessen

Übermittlung des Gesuchs Kretschmars um Professur in Porträtmalerei; „Beyde Künstler sind anerkandt geschickte Männer und haben das Zeugniß darüber durch ihre Aufnahme als Mitglieder erhalten. Bey den Academien der Künste ist es indeßen biß jetzt, nicht in Gebrauch gewesen aus der Portrait und Blumen Mahlerey eigentliche Lehrfächer zu machen indem zu beyden Genres die nöthigen Hilfswissenschaften nur in geringem Grade erforderlich sind“

Eingang einer Lieferung von d’Agincourts ‘Histoire de l’art’

eine Abteilung der Kunst- und Gewerkschule von Bauakad. in Akad.gebäude rückverlegt

die 40 Kisten Gipssachen aus Paris bei Brandenburg eingefroren; Maßnahmen gegen Nässe und Bruch dorthin zu übermitteln

21.1.

festl. Sitzung eines größeren Kollegiums

Medaillenvergabe an prämierte Schüler

Mitgliederwahl: Prof. Breysig aus Danzig und Karl Kolbe Mitglieder, Prinzessin Biron v. Curland geb. Gräfin Maltzahn EM

4.2.

auf Schreiben v. Prinzessin Friederike irgendein Attest für Thiele

18.2.

Gutachten Zelters über Musik von Ignatz Sauer aus Wien

Not des Farbenreibers und Akad.modells Kolschewski; ist krank, wird durch Kollekte unter den Künstlern erhalten; soll Prämie aus Ausstellungertrag erhalten

neuer Maitre de spectacles Graf Brühl soll sich um Wegschaffung der Bühnendekorationen aus Akad.geb. kümmern

Rabe, „der mit dem Locale des Universitäts-Gebäudes bekandt ist“, meint, daß dort geeignete Räume seien, wo die Pariser Gipssachen aufgestellt werden könnten, „wenigstens so lange, daß solche [die Räume] die Gemälde erhielten, welche in Zukunft eine Bildergallerie ausmachen sollen“

Düsseldorfer Bilder bereits der Münchner Galerie einverleibt; aber durch Katalog und Stiche identifizierbar, „und käme es nur darauf an, daß die Hohen Mächte unter sich über die Abtretung sich einigten“

Paket an Rehberg für Akad. London

4.3.

Frisch gestorben; berufliche, künstlerische, menschliche Würdigung; Bericht von Begräbnis

Schadow bis auf weitere Anweisung der SKöU Direktor ad interim; Schumann übernimmt Sekretärsgeschäfte

bezügl. Reskr. v. 23.2.: Restaurierung der kgl. Gemäldeslg. künftig mit Beaufsichtigung durch Sachverständige des Senats; manche Bilder haben bereits gelitten; interimistischer Wärter: Frotteur Ostermeyer; zum künftigen Restaurator Waege vorgeschlagen (Beckley gestorben)

Gipssachen aus Paris vorübergehend in Monbijou aufzustellen

18.3.

Berichts F. Bergers aus Rom und dessen Bitte, Aufenthalt zu verlängern

Thora mit Ausbesserung einiger Transportschäden an Pariser Gipsslg. beauftragt

anl. baldiger Ankunft des Zaren an Rabes Antrag zur Instandsetzung der Portale des Akad.gebäudes erinnert

Hirt hat Verzeichnis der Gemmenabgüsse aus Paris vorgelegt

1.4.

Übermittlung einer Denkschrift Busslers zu Anstellung und Aufgaben von Galeriewärter und Restaurator; Überlegungen, einen Maler durch Auslandreisen zum Restaurator ausbilden zu lassen; unter in Frage kommenden Personen sei am ehesten Waege kompetent; W. hat nach Anweisungen von Weitsch Bilder restauriert; Kandidat von Senat zu prüfen; zu reparierende Bilder künftig von Kommission auszuwählen; der technische Teil der Restauration dem Restaurator, der Rest einem Maler zu übertragen

Bestellung von Gipssachen aus Dresden bei Matthei/Matthai

Schumann mit Beaufsichtigung der kopierenden Schüler in Galerie betraut

15.4.

Bereitstellung von Musterblättern für Zeichenunterricht an Gymnasium Marienwerder; dort ist der ehem. Eleve Staberow als Zeichenlehrer angestellt

Bildhauer-Dekorateur Haun auf dessen Gesuch zum akad. Künstler zu ernennen

Gewährung von freiem Unterricht für 2. Sohn des Landschaftsmalers Genelli

Rabe hat Auszug aus Zeitschrift ‘Hermann’ betr. Düsseldorfer Galerie gemacht

Pastor Frisch, Vetter des verst. Direktors, hat sich nach Erbschaft erkundigt

Thabain zeigt Modelle von Schiffen, Pantheon, Invalidendom; Ankauf für Bauakad. abgelehnt

29.4.

Kommission zur Prüfung Waeges: Weitsch, Niedlich, Lütke, Freidhoff

Aufnahme von Schadows Neffe Emil Wolff auf dessen Veranlassung in Zeichenklasse

Rücksendung der von Dresdner Künstlern zur letzten Ausstellung geschickten Gemälde

13.5.

Zelter überreicht Expl. der Biographie Faschs

27.5.

Fragen der Ausrichtung der Bau- und Gewerkschule Breslau; Ideen der SKöU abgelehnt

bessere Preismedaillenstempel wünschenswert; hierzu Jachtmann am geschicktesten

Prof. Meinicke will zum zweiten Mal heiraten, aber seine Frau nicht in Witwenkasse einkaufen

16.6.

Nachdruck des fast vergriffenen Elementarzeichenwerks und einzelner Teile daraus

Dr. Büsching aus Breslau sendet Eisenabgüsse von Siegeln für Uhden und für Akad.slg.

Freiunterricht für Wilhelm Rabe, Bruder des Prof. R.

Räumlichkeiten für sich ausdehnende Oberbaudeputation; hat ihre Registratur im Vorzimmer der Bauakad.bibliothek eingerichtet

24.6.

Jachtmanns Entwürfe zu Preismedaillen

8.7.

Räumlichkeit zur Aufstellung einer großen Druckerpresse, die Freidhoff besorgt hat, gesucht; Senat hält Presse für entbehrlich, „indem es einem Institute welches die höhere Bildung in der Kunst bezweckt, nicht Anstehe, sich mit dergleichen technischen Arbeiten ... zu befassen“

Mangel an Abgüssen von antiken Ornamenten, Kapitellen, Gefäßen etc. festgestellt; Rauch hat gesagt, Gießer in Rom hätten vollständiges Verzeichnis von dergleichen; dieses von Rudolph Schadow zu besorgen

Schumann berichtet über Unordnung bei Galeriestudium und hat Reglement entworfen

„da unter dem Verhoffen daß die Preuß. Truppen wieder Paris sich bemächtigen werden so wäre sehr zu wünschen daß ein Hohes Ministerium die nöthigen Schritte thun wolle, um die Zurückgabe sämtlicher uns entwandten Kunstschätze (nicht allein die von Berlin sondern von sämtlichen Königl. Preußischen Staaten) zu bewircken ...“

22.7.

Matthei jun. aus Dresden hat Zeichnungen vorgelegt und Verzeichnis von seines Vaters Formen von Antiken

neue Musterblätter von Teilen des menschl. Gesichts nach kgl. Gemälden anzufertigen

5.8.

Programm der Münchner Akad. zirkuliert

Mecheln legt Expl. des Stammbuchs von Lucas Cranach vor; Erwerbung wünschenswert

Musterblätter für das Joachimsthal-Gymnasium

Eleve Schoppe bittet um Entlassung wegen Reise nach Wien und Italien; Neumann als Schoppes Nachfolger vorgeschlagen

19.8.

Berger und Freidhoff wollen die Presse dem Kupferdrucker Hampe verkaufen

2.9.

Generalmajor v. Roedlich aus Aachen hat Entwurf zu Transportvorrichtung für Verwundete eingesandt; wird von Rabe begutachtet

Karl Wichmann hat der Akad. Büste Frischs geschenkt

16.9.

Ausstellung der aus Paris zurückerhaltenen Bilder zum Besten der Verwundeten; Schadow macht Katalog, Weitsch ordnet Bilder, Schumann organisiert Bilder aus Schloß, Schreiben an Blücher wegen Porträt Napoleon und Familie Nap.

Eingang einer Ankündigung eines „Ehren Denckmals für die gefallenen Krieger“ von Bach aus Breslau; „es ist solches wie zu erwarten war ausgefallen, jedoch zu geringfügig als daß die Academie ihr Urtheil darüber abgeben könte“

Eingang einer Rezension der Münchner Kunstausstellung von 1814 nach Vermittlung durch Ministerium

Entschädigung für Heizen von Werkstatt an Modelleur Schmidt

Relief ‘Phygalia’ von 6 Personen, darunter Gropius, an Prinzregent von England verkauft; abzuformen und Abgüsse an die 6 Personen; Sen. will Abguß von Gropius kaufen

30.9.

Ausstellungskommission ernannt: Schadow, Weitsch, Eckert, Schumann

14.10.

Rabe erwägt Illumination der Akad.fassade zur Ankunft des Zaren

28.10.

Ankunft der Antikenabgüsse aus Dresden und Aufstellung in Monbijou; Qualität unbefriedigend

Eingang einer Sendung von Rehberg aus London, Zeichnungen, Stiche, Schreiben an Minister; Anfrage, ob Minister die Sendung „an die Höchsten und Hohen Behörden gelangen laßen“ wolle

bei künftigen Bällen im Opernhaus wünscht Akad. wie andere Behörden Einladungen zu erhalten; im letzten Jahr war sie leer ausgegangen

11.11.

auf Reskr. des Minist. v. 26.10. Christian Richter aus München von Schadow, und Buchhorn auf Fähigkeiten in Steindruck geprüft; R. weigert sich, sich mit Reuter in Ver-bindung zu setzen; Schadow bittet Reuter um Steine, „da derselbe doch früher einen Vorschuß von der Academie erhalten, und seines schlechten Gesichts wegen die Sache hätte ruhen lassen müßen“, Reuter beschwert sich „über das fanatische Benehmen der Academie gegen ihn ... und erklärte daß er mit der Academie nichts zu schaffen habe ...“

Kunsthändler Jacobi hat Werkverzeichnis G. F. Schmidts übersetzt und Akad. geschenkt; Berger hat Berichtigungen gemacht und franz. Original geschenkt

Sen. wünscht Expl. der Stiche Ruscheweys nach Zeichnungen Wagners von Basreliefs ‘Phigalia’

22.11.

ao. Konf. zur Prämierung der Schülerarbeiten (Protokoll fehlt)

25.11.

Eingang zweier Gemälde von Reinhardt aus Schlesien

Unterstützungsgesuch mit Probearbeiten des Koloristen Mathaus aus Zeitz; „nicht besonders viel Talent“

Beuth, „ein bekandter Kunstliebhaber“, will „einiges aus dem Dantziger Bilde Copiren laßen“, durch angestellte Eleven der Akad.

9.12.

23.12.

Verleihung der Medaillen an prämierte Schüler

Eingang von Steindruckproben von Fried. Klinsmann; Sen. glaubt, „man könne vieleicht in der Folge des Auslandes entbehren, indem wie die Proben ausweisen der H. Klinsmann das Technische des Steindrucks inne zu haben scheint“

Uhden hat mündl. Anweisung gegeben, die aus Paris gekommene Giustianische Slg. zur Ansicht des Königs in Sälen der Akad. aufzustellen; hierzu Räumlichkeiten zu beschränkt; Vorschlag, hierfür den großen Saal der Akad. d. Wiss. zu präparieren

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