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1812

11.1.

öffentl. Ankündigung der diesjährigen Ausst.

Eingang eines Reskr. und einer KO betr. Förderung Gebauers; Akad. wird ihm „gern alle Mittel darbieten, sich noch weiter auszubilden solches ist auch bishero schon geschehen, der Gebauer ist ein nach seiner Art schon ausgebildeter Künstler ... soll ihm im Locale der Academie alle Vergünstigung wiederfahren, die derselbe zum Behufe seines Kunstfaches begehren wird“; insbes. Zugang zum Aktsaal; für reguläres Studium sei G. zu alt

Dank für Übermittlung der ‘Kunstgeschichte von d’Agincourt’

Studium von Gips bei Lampenlicht hat begonnen; Aufsicht führt der Lehrer, der gerade auch Akt stellt

Übermittlung des Reglements zur Benutzung der gemeinsamen Bibl. der Oberbaudeputation und der Bauakad. zur Bestätigung durch SKöU

Plan L. Catels ‘Einrichtung eines Lehr-Amtes der Verzierungs-Kunst’ durch Bussler vorgetragen; Bemerkung betr. Pestalozzische Methode des Zeichnens geometr. Figuren aus freier Hand, womit sich auch Weitsch derzeit beschäftige und in Gewerkschulen bereits praktiziert; Unterricht mit Zirkel und Lineal sowie Säulen-Ordnungen wird bereits von Meinicke gelehrt; bei Hummel wird „aus der Struktur jedes architektonischen Gliedes die nothwendige Beschaffenheit der Verzierungen abgeleitet“; Catel ist mit bestehender Lehranstalt unbekannt; Frage von Musterabbildungen; Überschneidungen mit Unterricht Hirts und Levezows; Theorie und Mythologie für Handwerker unnötig; Catel hat Geschick bei Schloßbau in Weimar und Braunschweig beweisen; aber seine Ideen dort von anderen ausgeführt; „denn so wie wir, das Zeichnen des H. Louis Catel kennen, ist er nicht geeignet, geschickte Schüler zu bilden, indem es nur höchstens hinreicht, seine Idée verst&aum

Hummel will Kapitell für seinen Unterricht anfertigen lassen

Bitte um Bemühungen zur Übersendung von Abdrucken von Münzen, Medaillen, geschliffenen Steinen aus Paris, wenn schon die Lieferung der der Akad. bestimmten Gipsabgüsse von dort nicht bald zu erwarten ist

25.1.

Eingang einiger Bücher von der ‘Philistrischen Auction’

Rauch hat der Akad. Expl. seiner Büste Schadows geschenkt

8.2.

Frage der Berechtigung der Mitglieder der Akad., Bücher der kgl. Bibl. nach Hause zu entleihen

Eingang zweier Landschaften von Reinhardt wie die Jahre zuvor

Bollingers Bitte um Einrichtung einer Lehrstelle für Punktierstich abgelehnt; dies sei Technik für ‘unwissende Künstler’, außerdem Bergers Eleven auch damit vertraut

Gliederpuppe mußte auf Schreiben des Hofmarschalls v. Maltzahn an Wach geliehen werden

Niedlich statt Burnat in Kommission für Eleveninst. aufzunehmen, wegen ‘vorzüglichem Talent im Fache der Ornamente’

Entwürfe von Gentz zu FII.-Dm. und Verschönerungsplan ‘Linden bis Lustgarten mit FII.-Dm.’ aus dessen Nachlaß an Akad.

22.2.

Landkartenstecher Mare hat ‘Karte des Caps’ vorgelegt, hierfür zum Mitglied gewählt und als Nachfolger Jaecks, dessen Stelle unbesetzt geblieben ist, empfohlen

Weitsch hat ‘als Anfangsgründe für die Gewerckschulen 24 Blatt entworfen, bestehend aus geometrischen Grundlinien, anwendbar auf Gefäße und für die freie Handzeichnung’; diese an Akad. geschenkt; sollen als 2. Teil der Anfangsgründe dieser Klasse gebraucht werden; außerdem hat Weitsch zwei Zeichnungen auf blauem Papier, Köpfe von Mercur und Andromeda der zweiten Zeichenklasse als Musterblätter geschenkt

7.3.

Bitte, Bardou zum Prof. zu ernennen, anläßlich dessen Eingabe wiederholt

Gerhard hat empfohlen, „die monographischen Gemälde der Düsseldorfer Fabricke“ in Akad. zu präsentieren; an den Wänden hierfür kein Platz vorhanden, daher schon frühere Gesuche abgewiesen; besser in nächster Gemäldeauktion versteigern lassen

Senat empfielt Unterstützung für Kupferstecher Schleuen, „durch Alter und Schwäche elend und arm geworden, er wird ins Hospital an der Waisenbrücke aufgenommen werden, aber auch da werden ihm mache kleine Bedürfnisse unbefriedigt bleiben“

21.3.

Fragen der Besoldung aus Akademiekasse; Umfrage unter den Betroffenen

Antrag Bollingers ist nicht als Bitte um Mitgliedschaft verstanden worden; außerdem dessen bisher bekannten Arbeiten zu unbedeutend

Lieferung von Meßinstrumenten durch Mendelssohn und deren Bezahlung

Rabe trifft Auswahl anzuschaffender Bücher aus Nachlaßauktion Gentz

25.3.

ao. Konf. weg. Lehrplan der Baufächer

4.4.

erneut Aufnahme Schinkels in Senat vorgeschlagen um weiteren Architekten zu haben

Rabes Vorschläge zur Berücksichtigung früher festgelegter Honorare für Lehrer der einzelnen Architekturfächer

Nachforderung des ehem. Eleven Dautieux, jetzigen Lehrers in Liegnitz

18.4.

Schiavonetti hat letztes Hef des ‘Musée franVais’ eingesandt; Fragen der Anordnung und Bindung des Werks

keine Mitgliedschaft für Bollinger nach Durchsicht einer von diesem vorgelegten Mappe (u. a. Flora des Grafen Hoffmannsegg, Einzug des Königs)

Durchsicht von Zeichnungen aus Nachlaß Gentz auf Eignung als Musterblätter
(beiliegend Protokoll der Kommission des Eleveninst. v. 11.4.)

2.5.

Bericht über Lage des Malers Reuter auf Reskr. v. 13.3.

Freidhoff hat von Leipziger Messe fehlende Bände von Bartschs ‘Peintre graveur’ mitgebracht

Buchgeschenke an Akad. von Frisch, Schadow, Kuhbeil, Eckert

16.5.

Übermittlung eines Dankschreibens Thorwaldsens auf Ernennung zu Mitglied

Freidhoff legt Ätzdrucke vor, einer von Morghen nach Raffael, ‘Transfiguration’

30.5.

Meisner zum Bibliothekar der vereinigten Bibl. der Baudep. und Bauakd. ernannt

Antrag eines Malschülers Schirmer um freien Unterricht abgelehnt, da kränklich und dadurch den übrigen Schülern nachteilig

Niedlich schenkt 6 Ornamentzeichnungen als Musterblätter für Gewerkschule

13.6.

Berger legt Aufsatz betr. „den öffentlichen Verkauf von Kunstsachen“ vor; Zustimmung; kam zur Sprache, „wie schlecht, klein und hinderlich der Raum in der Wohnung der Auctions-Commissarien ist, um Kunstsachen feil zu bieten; wogegen z. B. in den Städten Hamburg und Leipzig dergleichen Versteugerungen in den Börsensälen abgehalten werden“

Antrag auf Ankauf eines Modells einer Kanonenbohrmaschine von Mechaniker Hummel

16.6.

ao. Konf. zur Auswahl von Vorbildern für Unterricht in bürgerl. Baukunst (kein Protokoll vorhanden)

Zeichner Ravache, derzeit auf Kosten des Salzdepartements in Italien, schickt Prospekt eines Werks über venezianische Gebäude

27.6.

Instruktion für Kartenstichlehrer Mare

Schirmers Krankheit laut Hufeland nicht ansteckend; wieder in Klasse aufzunehmen

Auswahl von über Natur geformten Händen aus Nachlaß Beyer für Gipsklasse

Ernestine Harper, Nichte des in Berlin verstorbenen Stuttgarter Galerieinspektors Harper, schenkt aus dessen Nachlaß Porträt Harpers von Therbusch, Selbstporträt von Harpers Vater, preuß. Hofmaler

Mecheln schenkt Porträt Frischs von Dienar/Diemar gemalt

Verkauf noch vorhandener Exemplare der Anfangsgründe im Zeichnen von Berger nach Le Sueur in Rötel gest.

4.7.

ao. Konf. weg. Sichtung der Arbeit des Eleveninst. (kein Protokoll vorhanden)

11.7.

Prof. Trailles/Tralles soll mit Rabe den Bordaischen Kreis von Mendelssohn besehen

Jügel legt Arbeiten vor; Fortschritte unverkennbar

Frage der Aufforderung der PKS zur Beteiligung an Ausst.

25.7.

Schiavonetti hat Fortsetzung von Zoegas ‘Bassirelievi’ und ‘Scultura della Villa Borghese’ geliefert

8.8.

Gesuch der Witwe des Zierrateurs Bettkober; B. habe sich ‘in Hervorbringung der Farben und insbesondere des Krapplacks’ verdient gemacht, auch „zu seiner Zeit die schönsten Bilderrahmen verfertigt“

„hat der Mahler Wach in dieser Woche, die pariser Gliederpuppe, wieder zu dem Gemälde der Königinn begehrt, und hat solche auf Königs Palais hinbekommen“

22.8.

Eleve Leopold als Assistent des Inspektors Eckert vorgeschlagen

5.9.

Unordnung an der großen Treppe des Mittelportals der Akad.; Holzgitter von fremdem Militär überstiegen, um Vögel zu jagen; Schildwache zu instruieren

23.9.

Übermittlung einer Eingabe Mares über Organisation seines Fachs; Bemerkung hierzu

3.10.

10.10.

ao. Konf. weg. Stundenplan der Baufächer

17.10.

Idee Bachs aus Breslau zu „Gedächtniß urne im so genandten etrusken Stiel für die Hochseel. Königinn“; Unternehmen zu loben „in so fern es zur Vervollkommnung der Gefäße beyträgt“

Gesuch Ferdinand Bergers um Reise ins Ausland wegen dessen Fleiß befürwortet

Gesuch des Pinselmachers Schenkenhofer; dessen Pinsel von einigen Senatoren schlecht befunden

31.10.

Mecheln hat einige Kopien vom sogenannten Stammbuch Cranachs dem König gezeigt; dabei wurde geäußert, daß Ausst. wegen neu hinzugekommener Stücke verlängert werde; dies nun abgelehnt, damit Unterricht als „der wesentlichste Zweck der Academie“ nicht länger unterbrochen wird

Dank für Übermittlung der Medaillen für Akt stellende Lehrer

14.11.

Major v. Schone verabschiedet den Cantonisten Lengerich aus Armee; dies L. mitzuteilen

Tischler Wanschaff hatte Bureau ausgestellt, das „zugleich ein Denckmal der Königinn seyn solte und von Sr. Majestät dem König gekauft wurde“, bittet um Titel ‘akad. Künstler’; keine technische Innovationen; außerdem „dieser Geschmack, architektonische FaVaden, Säulen, u. s. w. an Mobilien anzubringen, verdrängt werden müße ... wäre die Art wie der Tischler die Säulen angebracht hatte, nemlich an dem halbrunden Tempel im Innern, dem Gebrauch hinderlich, indem man die dahinter befindlichen Schub Kästchen nicht ganz ausziehen konte“; Antrag abgelehnt

Ablehnung des nämlichen Antrags des Herstellers des Nähtischchens Kat. Nr. 541

Fragen der Befugnisse des Modelleurs Schmidt beim brandenburgischen Bergamt

28.11.

Begutachtung der Arbeiten des Steinschneiders Lorenzo Sacchi auf dessen Immediateingabe hin; nicht hinreichend für Mitgliedschaft; für Anstellung außerdem „bestimmtere Kenntnisse in den eigentlichen Theilen der Kunst“ notwendig; Jagtmann sei besserer Steinschneider

Erben Tassaerts bieten vier Marmorfiguren an; Akad. will sie nicht

Schleuen gestorben

Instruktion Bergers für Auslandsreise seiner Schüler (in diesem Fall F. Berger)

Berger und Schadow legen Denkschrift über Beschäftigung von Eleven vor; jeweils nur befristet anzustellen

die Maler unter Senatoren schlagen Prämienzahlung an Pinselmacher Martin Engeber vor, dessen Pinsel die sogenannten Livner Pinsel ersetzten und der durch Beihilfe Maschine anschaffen könnte, wodurch Pinsel billiger würden

12.12.

Oberbaudeputation schreibt, „daß sie beym Examen der Candidaten gewahr werde, wie mangelhaft der Unterricht sey“; Vorwürfe an Baudep. über Versäumnissse; Forderung nach regelmäßiger Vorlage der Lehrpläne abgelehnt

24.12.

Anfertigung einer Liste des Personals der Akad. auf Reskr. v. 10.12.; allerdings fehlen das alte Matrikelbuch in folio und das Konzept zum neuen, das 1809 an den interim. Kur. Sack gegangen und nicht zurückgegeben worden ist

Vorlage eines Gesuchs des Senats, das ‘ihm sehr nahe liegt’; ohne weiter Angaben [Gehaltsverbesserung für Beamte der Akad.]

Hummel berichtet, Bury habe Annahme einer Prämie von 50 Talern für seine Ausstellungsbeteiligung verweigert, da seine Exponate „zu geringe und unbedeutend“ gewesen seien; hiervon Unterstützung der Witwe Bettkober und der Mutter des Stechers Arnold zu gewähren

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