1809
| 14.1. | |
| 28.1. | |
| 11.2. |
Überlegung zur Ausrichtung einer Ausst. im Herbst des Jahres „gleichsam zur Feyer der glücklichen wiedererlangten Anwesenheit des Königl. Hauses, und um in dem Publikum einiges Interesse an der bildenden Kunst ... lebendig zu erhalten ... die Mittglieder der Academie glauben Kunstwercke in hinlänglicher Anzahl zusammen bringen zu können“ |
| 25.2. |
Unordnung im Eleveninstitut und Eckerts Vorschläge zur Abhilfe durch ‘strenge Aufsicht’ Verteidigung des Anspruchs auf eine Loge im Opernhaus Übermittlung einer Denkschrift über Aktzeichnen im Sommer und Gipszeichnen, die Weitsch auf Anordnung des Kur. verfaßt hat und der der Sen. mit einigen Einwänden zustimmt Bardou als Lehrer in Bossierschule geeignet und hierzu bereit Wiederbesetzung der Professur Wagners in Geometrie und Perspektive mit Rabe |
| 11.3. | |
| 25.3. |
Rabe kann anderer Geschäfte wegen Lehrstuhl nicht übernehmen |
| 8.4. |
Elsholtz, Assistent bei KPM, auf Gesuch von Hofrat Taubert probeweise zum freien Unterricht zugelassen anläßl. Zeitungsmeldung über Zusicherung des Königs, Zivilgehälter auszahlen zu lassen, Erinnerung an Ausstände der Senatoren |
| 22.4. | |
| 6.5. | |
| 10.5. |
ao. Konf. unter Vorsitz Oberpräsident und Staatsrat Sack Hirt überreicht sein ‘großes Werk über Baukunst’, welches als „eine wahre und wesentliche Bereicherung unseres wissenschaftlichen Schatzes mit Danck ... angenommen wurde“ Sack schägt als statutenmäßigen Kurator der Akad. den Prinzen Wilhelm vor, der hierzu alle erforderlichen Eigenschaften habe; Sack hat dem Prinz mündlich Antrag gemacht, der „solches anzunehmen keines weges abgeneigt“ war; S. schlägt vor, Akad. soll bei König bei dessen Zurückkunft „einen eigenen Curator ... erbitten“ Hirt fürchtet bei einflußreicher Persönlichkeit wie Prinz Wilhelm um „diejenige Freyheit ..., welche dem wahren Gedeyen der Künste und Wisschenschaften“ nötig wäre; H. verweist auf Plan der Akad. d. Wiss., Präsidium von Mitgliedern wählen und rotieren zu lassen; Selbstverständnis der Akad. erörtert; Akad. in neugeschaffene Sektion des Cultus innerhalb des Innenministeriums zu integrieren; Überlegungen zur Vereinigung mit der Bauakad. Standpunkt der Akad.: Akad. als öffentliche Lehranstalt entsprechender Sekt. des Innenministeriums anzuschließen; Akad. wünscht außerdem in Sachen der Kunstförderung durch Hof bzw. Staat Kurator als Mittelsmann „von hoher Geburt“; Senat wünscht Entscheidungen in Fragen der Kunstförderung „jedoch ... nach den freyen und unbeschränckten Vorschlägen des Senates in pleno“; mit Lehre selbst hätte Kurator nichts zu tun Schreiben mit diesen Wünschen an Prinz Wilhelm und an Innenministerium |
| 20.5. |
Eingang eines kgl. Reskr. v. 29.4.: Kuratorium aufgelöst, Akad. hat sich in allen Angelegenheiten an Sektion für Kultus und den öffentlichen Unterricht (SKöU) im Innenministerium zu wenden, dorthin und zwar an Uhden auch Konferenzprotokolle Senat verspricht, zur Zufriedenheit der vorstehenden Behörde zu handeln; „In der Ernennung des Herrn Staatsraths Uhden, Eines unserer geschätztesten Mitgliedern, glaubt die Academie“, gute Vorraussetzungen zu haben Eingang des Programms der Akad. Mailand für 1810 Frisch legt Steindrucke aus Frankfurt/Main vor; mit Einschränkung gelobt |
| 29.6. |
Mitteilug des Reskr. der SKöU, Aufnahme der Musik in Akad., Professur für Zelter KO v. 15.6., Kuratorium nicht mehr zu besetzen; Wahl des Prinzen Wilhelm zu EM Minister Graf Dohna hat sich als Kurator beworben; obsolet Sekretär will Protokoll künftig nach Sitzung anfertigen und Tags darauf an Direktor zur Unterschrift geben; anfangs jeder Sitzung das Protokoll der vorherigen zu verlesen; nach Einwänden der Anwesenden will er während Sitzung Konzept schreiben und dieses gleich unterzeichnen lassen |
| 1.7. |
Schüler Willich und Weindauer haben um Verabschiedung aus Eleveninstitut gebeten; Denkschrift hierzu von Weitsch fordert drastische Sanktionen gegen beide wegen Aufmüpfigkeit: beide ein Jahr von Akad. auszuschließen früherer Brauch einer öffentlichen Sitzung zur Feier von Königs Geburtstag wieder einzuführen |
| 15.7. |
SKöU wünscht Fortsetzung der Untersuchungen über Steindruck; Freidhoff will sich an Senefelder wenden Justizrat Lettow fordert für seinen Mandant Kupferdrucker Gouthier in Paris ‘rückständige Pension’ Annonce betr. baldige Herausgabe des ‘Elementar-Zeichenwerks’ Beschwerde von Willich und Vater Weindauer Eleveninstitut entspricht nicht anfänglichen Erwartungen; Planung zu dessen Reform Senat schreibt an Hardenberg und fordert Rückgabe evtl. bei ihm verbliebener Kunstsachen |
| 29.7. |
Verwahrung gegen Ton und Inhalt des Reskr. der SKöU v. |
| 25.7. |
Forderung nach Entscheidungsbefugnis bei Interna; Verweis auf diesbezügl. Zusicherungen des Chefs der SKöU und des Königs Auseinandersetzung um eigenmächtiges Handeln der Akad. bei Ausschluß von Willich und Weindauer Absicht des Senats, der SKöU künftig nur Auszüge aus den Konferenzprotokollen senden zu wollen, die Angelegenheiten von besonderer Wichtigkeit betreffen [Einspruch der SKöU im folgenden Reskr.] Vergleich einer neuen Taler-Münze mit einem Entwurf hierzu von Abrahamson; wegen Mängeln der neuen Münze will Akad. mehr Einfluß auf kgl. Münze SKöU teilt mit, Bezahlung der Ausstände für ehem. Eleve Wolter nicht möglich |
| 12.8. |
Beantwortung eines Schreibens von Uhden vom 29.7. Überlegungen zur Reform des Eleveninstituts |
| 26.8. |
Mechel wird Probeblätter Senefelders, die er bei ihm bestellt hat, zur Begutachtung vorlegen Senat befürchtet, wegen Auschluß von Willich und Weindauer in Prozeß verwickelt zu werden |
| 9.9. |
Lob für Senefelders Arbeiten Aktzeichnen war zwei Winter hindurch unterbrochen; soll wieder aufgenommen werden |
| 23.9. |
Wiederholung der Forderung nach Liberalisierung des Verhältnisses Akad./SKöU Eingang einer Zahlung des Finanzministeriums; Fragen der Gehaltszahlung Erwerbung der Lithographien von Dürers christl.mytholog. Zeichnungen Vorschlag Hummels als neuer Prof. für Perspektive und Geometrie; Hirt will ihn nach Bereitschaft fragen Eingang der Mitteilung Hirts, Hummel will Professur Bardou zum ordtl. Prof. zu ernennen Levezow an Versprechen zu Anfertigung des Bibliothekskatalogs zu erinnern Mitgliedschaft für Porträtmaler Hartmann aus Stuttgart in Dresden nach Vorschlag Hirts |
| 7.10. |
Hummel hat Konzept zu Lehrplan eingereicht; Diskussion hierüber; anlässlich dessen Überlegungen über Prinzipien der Gewährung von freiem Unterricht Senat macht Antrag, Hummel zum Prof. und Mitglied zu ernennen Enkel des Bildhauers Meyer, Friedrich Heinatz, freier Unterricht zu gewähren Überlegungen über Fortgewährung von Freiunterricht für alle Maler der Lackierfabrik Stobwassers, da diese inzwischen mit Geschicklichkeit ihrer Maler bedeutende Gewinne erziehlt |
| 21.10. |
Ausführungen zu Status und Bezahlung der Eleven Bergers Ernennung eines Vertreters der Akad. in Prozeß wegen akad. Buchhandlung Frage der Gehaltszahlung, Ausführungen zu Einkommenssituation der Künstler Abrahamson hat Medaillenentwurf mit Porträt des Königs eingereicht; Akad. lehnt es ab, Gutachten auszustellen |
| 4.11. |
Humboldt als Chef der SKöU hat Gesamtentwurf über Zeichenunterrichtsreform von Senat gefordert, da bisherige Methoden (insbes. der allgemeinen Schulen) sich als ungeeignet erwiesen hätten; Akad. fühlt sich durch diese Feststellung ‘gedemütigt’; verweist auf Herausgabe des Elementarzeichenwerks, auch wenn dieses Fehler habe; entschuldigt sich außerdem damit, daß Senat durch Bevormundung durch Kuratorium in Wirksamkeit gestört war Quittschreiber mit Büste von L’Esocq abgewiesen, da es heißt, er habe sich dabei wesentlich von Wetzernick helfen lassen |
| 18.11. |
Gebrüder Henschel haben erstes Heft ihrer dramatischen Szenen des Berliner Theaters vorgelegt Lob für Probearbeiten, mit denen sich Ornamentalist Trenn (?) der Akad. empfehlen will Lehrmittel für Anatomieunterricht Schumanns Präsentation und Diskussion der Vorschläge der Kommission für Eleveninstitut |
| 2.12. |
SKöU findet bisheriges Mitgliedspatent ‘nicht zweckmäßig’; neue Schrift zu stechen; bisherige Platte von Chod. soll unverändert bleiben und in die Slg. der Akad. eingehen Einfassung zu neuem Patent von Gentz zu zeichnen; Überlegungen zu Abänderung des bisherigen Titels der Akad., Streichung des Zusatzes ‘mechan. Wiss.’ Glaubwürdigkeit Quittschreibers; nun doch als ‘akad. Künstler’ anzuerkennen |
| 16.12. |
Erörterung des Reskr. v. 11.11. betr. Vereinigung mit Bauakad.; Senat freut sich über Erweiterung seines Wirkungskreises hierdurch; nächstens ausführliche Diskussion hierüber Levezow hat baldige Fertigstellung des Bibliothekskatalogs versprochen Berger legt Probearbeit von Müller jun. vor, die sehr gelobt wird |
| 30.12. |
durch Citissime Uhdens Frisch, Schadow und Gentz als Deputation der Akad. zur Begrüßung des Königs aufgefordert; durch Innenminister dem König namentlich vorgestellt worden; Worte des Königs zu Kunst unter gegenwärtigen Umständen; Frisch und Castillon beteuern guten Willen der Künstler und Wissenschaftler; Akad. d. Wiss. beklagt Verlust ihrer Kartensammlung; gegenseitige Aufmunterungen und Beteuerungen Diskussion eines Entwurfs von Hirt zur Reformierung des Zeichenunterrichts und Übermittlung an SKöU Berger zeigt neue Versuche, Kupferstiche auf Porzellan zu drucken und einzubrennen, wodurch billigere Produktion von Porzellan möglich sei; Berger bemerkt, daß dies als neue Erfindung von Sèvres gelte, obwohl er schon unter Heinitz ähnliches gemacht habe und in schlesischen Fayencemanufakturen ebenso gearbeitet werde Sekretär könnte Zeitungsaufsatz schreiben um Ruhm der Erfindung zu reklamieren |
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