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Die Konferenzen der Berliner Kunstakademie 1786-1815 - Annalen des Berliner Kunstalltags

Bearb. von Reimar F. Lacher, 2004

Die Berliner Kunstakademie war als Verwalterin sämtlicher Belange der künstlerischen Kultur Preußens eine Instanz von umfassendem Anspruch und Einfluß. Von 1786 an, dem Jahr ihrer Wiederbegründung unter ihrem Kurator Friedrich Anton Freiherr von Heinitz, bis ins zweite Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts hinein besaß sie in ihrem ausgedehnten Ressort eine so gut wie uneingeschränkte Autorität und ist als solche wohl der Betrachtung im Rahmen der Denkfigur ‘Berliner Klassik’ wert. Die Betrachtung ist fokussiert auf den akademischen Senat als Geschäftsträger der Akademie und untersucht zunächst den Anspruch, wie er im 1789 erarbeiteten und Anfang 1790 angenommenen Statut formuliert ist, samt seinen Grundlagen im Reglement der alten, in Verfall geratenen Akademie und Adaptionen aus dem europäischen Akademiewesen. Dieser Anspruch wird gegen die tatsächliche Tätigkeit der Akademie abgewogen, wie sie in ihren Sitzungsprotokollen dokumentiert ist, die, wenn auch mit einigen Lücken besonders in den Jahren 1789 sowie von Ende des Jahres 1800 bis Ende 1802, teils im Geheimen Staatsarchiv PK, teils im Archiv der Akademie der Künste erhalten sind.

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