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Jakob Andreas Konrad Levezow

Bearb. von Rolf H. Johannsen, 2001

Biografie

Jakob Andreas Konrad Levezow wurde am 3. September 1770 in Stettin geboren.[1] Er starb am 13. Oktober 1835 in Berlin. Der Vater Levezows, Immanuel Friedrich (1731-1801), stammte aus Dobberphul in Hinterpommern und war Konrektor des Stettiner Gymnasiums. Seine Mutter Dorothea Sophia (gest. 1785) war eine Tochter des preußischen Kapitäns der Garnisions-Artillerie, Martin Friedrich Ebel. Wie später sein Sohn publizierte auch Immanuel Friedrich zu altphilologischen und heimatkundlichen Themen.[2]

Nach dem Besuch des Stettiner Gymnasiums nahm Levezow ein Studium der Theologie in Halle (bei Knapp) auf, geriet jedoch sehr schnell unter den Einfluß des Altphilologen und Altertumswissenschaftlers Friedrich August Wolf (1759-1824, ab 1810 an der Berliner Universität), bei dem er weiter studierte.[3] Nach seinem Studium war Levezow mehrere Jahre als Hauslehrer bei einer Försterfamilie in Ziegenort (Pommern) tätig. 1795 wurde er in Göttingen, wohl von Heyne,[4] in der Altphilologie promoviert.[5] Nach seiner Promotion wechselte Levezow nach Berlin, wo er zwei Jahre als Hilfs- bzw. außerordentlicher Lehrer unter dem Bildungsreformer Friedrich Gedicke (1754-1803) am Berlinischen Gymnasium beschäftigt war. Als ordentlicher Lehrer wechselte Levezow dann 1797 an das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium. Die Lehrerstelle hatte er bis 1824 inne. Gewohnt hat Levezow in seinen ersten Berliner Jahren wahrscheinlich in der Kochstraße 16.[6] Wohl nur temporär lebte Levezow "seit April 1822 auf dem Lande vor den Toren Berlins", wie er im Juni des Jahres an eine ungenannte "hochgeehrte Freundin" schrieb.[7] Wann Levezow eine Wohnung im Haus des Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in der Friedrichstraße 41 bezog ist nicht bekannt. Über Adreßbücher ist Levezow für diese, in den Akten als Lehrerwohung[8] bezeichnete Bleibe bis Ende der 1820er Jahre nachweisbar. Um die Jahreswende 1828/29 bezog Levezow dann eine Wohnung in der Behrenstraße 43, die er bis zu seinem Tod inne hatte.[9]

Zusätzlich zu seiner Lehrerstelle bewarb Levezow sich im November 1802 auf die durch die Berufung Rambachs nach Dorpat vakant werdende Professur für Altertumskunde und Mythologie an der Berliner Akademie der bildenden Künste und mechanischen Wissenschaften. Mit seiner Bewerbung trat Levezow in Konkurrenz zu Dittmar, der sich einen Tag vor ihm beworben hatte.[10] Die Stelle dürfte Levezow 1804,[11] dem Jahr seiner Heirat mit der Witwe seines vier Jahre zuvor verstorbenen Jugendfreundes Friedrich Gilly (1772-1800), Marie Ulrike Wilhelmine, geb. Hainchelin (1771 bis nach 1835),[12] angetreten haben. Eine Reihe von Zeichnungen Gillys, die heute das Märkische Museum Berlin bewahrt, dürften aus dem Besitz der Witwe des Architekten stammen.[13] Seine Vorlesungstätigkeit an der Akademie, die Levezow bis zu seinem Lebensende fortsetzte, und nicht wie Borbein[14] annimmt, 1824 beendete, nahm Levezow spätestens im Wintersemester 1805/06 auf.[15] Weiter hatte Levezow mit seiner Berufung die Redaktion der Kataloge der Akademie-Ausstellungen zu übernehmen[16] und wird 1807 zum Bibliothekar der Akademie-Bibliothek ernannt, deren Oberaufsicht er bis 1825 inne hat.[17] Eine Italienreise Levezows vor Antritt der Lehrtätigkeit an der Akademie ist unwahrscheinlich.[18] Originale Antiken waren Levezow nach Borbein nur aus Berlin und Dresden bekannt.[19] Mit antiker Architektur beschäftigte Levezow sich nicht. Sein Hauptinteresse im Fach der Altertumskunde/Archäologie galt der griechisch-römischen Plastik und Kleinkunst.

Mit seiner Ankunft in Berlin 1795 faßte Levezow sehr schnell Fuß in der Stadt. Als wesentlich für die schnelle Etablierung des gerade einmal 25jährigen muß die Freundschaft mit Friedrich Gilly angesehen werden, mit dem Levezow seit der gemeinsamen Stettiner Schulzeit eng verbunden war.[20] Durch die Vermittlung Gillys dürfte Levezow die ersten, für sein Fortkommen wichtigen Bekanntschaften gemacht haben. Durch Friedrich Gilly, den mit Gilly verwandten Architekten Heinrich Gentz[21] (1766-1811) und Johann Gottfried Schadow (1764-1850) dürfte Levezow dann auch die "entscheidende[n] Anregungen, die letztlich auch seine Bedeutung für die Geisteswelt Berlins begründeteten", gewonnen haben.[22] Als freundschaftlich, vom wissenschaftlichen Austausch, nicht vom Konkurrenzdenken bestimmt, ist auch das Verhältnis Levezows zu dem gut zehn Jahre älteren Alois Hirt (1759-1837), zu charakterisieren. Nach Heyne[23] hatte Levezow für sein Vorhaben, die Antiken aus königlich-preußischem Besitz sukzessive monographisch zu publizieren, sich des Rats und der Leitung Hirts versichert. Die Abhandlung Über den Antinous dargestellt in den Kunstdenkmälern des Alterthums widmete Levezow 1808 dann auch "seinem theuren hochverehrten Freunde und Kollegen Herrn A. Hirt [...], dem scharfsinnig unbefangenen Forscher des Alterthums und seiner Kunst [...] zu einem Denkmale innigster Verehrung". In seinen Andeutungen über die wissenschaftliche Bedeutung der allmählig zu Tage geförderten Alterthümer Germanischen, Slavischen und anderweitigen Ursprungs ... von 1825 setzt Levezow sich dann wissenschaftlich mit Hirt auseinander,[24] der wiederum Levezows Abhandlung Jupiter Imperator in einer antiken Bronze von 1826 wohlwollend rezensierte.[25] Deutlich wird in der Rezension die profunde Denkmälerkenntnis Hirts, von der Levezow auch in einigen seiner archäologischen Publikationen nachweisbar profitierte.[26]

Unter dem Jahr 1804, gleich am Beginn der Auftnahme der Lehrtätigkeit Levezows an der Akademie der Künste - und mit einer Spitze gegen den Geschmack der Zeit - hebt Schadow in den Kunstwerken und Kunstansichten die Bedeutung von Levezows Unterricht für die Ausbildung der Künstler, besonders der Bildhauer, hervor.[27] Die gleiche Bedeutung mißt Schadow auch den wissenschaftlichen Veröffentlichungen Levezows zu.[28] Im Rahmen der Erwähung von Levezows Tod faßte Schadow dann zusammen: "Der Professor Levezow, einen Teil seines Lebens hindurch Schulmann, von der Natur mit Anlagen zum Zeichnen begabt und so hingewendet zu den Künsten, bildete sich selbst zu einem der besten Lehrer derjenigen theoretischen Teile aus, welche den Künstlern Bedür_ftnis sind. Seine Vorträge über Altertümer, Mythologie und Kunstgeschichte, eingerichtet für junge zeichnende Künstler, enthielten das rechte Maß, was sie den Schülern so faßlich machte."[29]

Bereits ein Jahr nach seiner Ankunft begann Levezow sich in eine, wenn nicht die aktuelle künstlerische, im weiteren Sinne auch politische und über die Stadt hinausgehende Berliner Diskussion zu mischen. Nach Vorschlägen zu kleineren Denkmälern für Friedrich den Großen noch zu Lebzeiten des Königs und kurz nach dessem Tod 1786, fanden 1791 die erste und 1796/97 die zweite große offizielle Ausschreibung zur Erlangung von Entwürfen für ein entsprechendes Berliner Denkmal statt. Gezeigt wurden die Entwürfe der offiziellen Ausschreibungen auf den Akademie-Ausstellungen von 1791 bzw. 1797.[30] Höhepunkt der zweiten Ausschreibung bildete der Entwurf Friedrich Gillys für einen Denkmalstempel auf dem Leipziger Platz.[31]

Ein Jahr vor der Akademie-Ausstellung von 1797 und aller Wahrscheinlichkeit nach im Austausch oder auf Anregung Friedrich Gillys entstanden, der zur gleichen Zeit bereits an seinem Denkmalsentwurf gearbeitet haben muß,[32] veröffentlichte Levezow im Oktober-Stück der Denkwürdigkeiten und Tagesgeschichte der Mark Brandenburg den knapp 30seitigen Aufsatz Über die Idee eines Denkmals Friedrichs des Zweyten. Nach Levezow (S. 1009f.) hatte die Königliche Akademie der freien Künste und mechanischen Wissenschaften zwei Jahre zuvor "Künstler des Vaterlandes" aufgefordert, ihr "Ideen und Zeichnungen" zu einem in Berlin zu errichtetenden Denkmal mitzuteilen. In dem Wettbewerb sieht Levezow die "Absicht den Nahmen Friedrichs zu verewigen". Ein solches Denkmal würde nach Levezow "zugleich ein unverkennbares, immerwährendes Denkmal, von dem Geiste, dem Geschmack und der Kunst des preußischen Nation - der spätesten Nachwelt seyn". Die Idee zu einem solchen Denkmal würde darüber hinaus (S. 1012) wesentlich "von dem Begriffe ab[weichen], den man gewöhnlich mit einem Denkmale verbindet". Levezow unternimmt nun (S.1013) "

Doch muß (S. 1030) zu einem statuarischen Denkmal nach Levezow noch etwas hinzukommen, um die Wirkung "zu befördern, oder vielmehr um auf dieselbe vorzubereiten und dazu empfänglich zu machen. Falsch wäre eine offene Ansicht auf "irgendeinem freien öffentlichen Platz"; die Wirkung ginge unfehlbar verloren, da die Kraft der Gewohnheit und der "fast tägliche Anblick der Statue" gleichgültig machen müsse. (S. 1031) Das Denkmal, "dieses Heiligthum" wie Levezow sich ausdrückt, ist "von dem geräuschvollen Schwarme der Menge, von dem Tummelplatz der Geschäfte, von den Bänken und Tischen der Verkäufer" abzusondern. Es ist "vor dem ehrerbietungslosen Hinanstürzen der Gaffer und Müßiggänger" zu schützen: "Ein erhabener Tempel, groß und einfach, ruhend auf der würdevollen Stärke der Dorischen Ordnung, nehme das kostbare Bild des Unsterblichen in seine hohe und weite Halle auf. Er erfülle mit seinem ehrfurchtsvollen Schauer schon aus der Ferne den sich nahenden Wanderer und verscheuche von seinen heiligen Stufen, durch den Eindruck der unaussprechlichen Majestät, den Leichtsinn und den entweihenden Frevel!" Für die Statue Friedrichs (S. 1033) nimmt Levezow carrarischen Marmor an, für das "nothwendig umfangsvolle architektonische Werk" Sandstein. Levezow schließt seinen Aufsatz mit der Forderung (S. 1034), daß "ein Werk dieser Art frei von dem Zusammenhange mit andern fremdartigen Gebäuden von allen Seiten den Zugang und die ungestöhrte Betrachtung darbieten müsse; durchaus nicht durch Nachbarschaft, sowohl der Bestimmung als dem Style nach, unedler Gebäude, gleichsam entweiht, sondern vielmehr durch das Gegentheil nothwendig erhöht, und folglich auch auf einem freyen Platze, errichtet werden müsse".[34]

Ein Jahr nach der Auseinandersetzung mit den Planungen zum Berliner Friedrichsdenkmal veröffentlichte Levezow, vielleicht auf Vorarbeiten seines Vaters zurückgreifend,[35] ein Lehrbuch der Geographie und Geschichte von Pommern und Rügen für den Unterricht der vaterländischen Jugend, und schließlich 1801, dem Jahr des Erscheinens der Denkschrift auf Friedrich Gilly, und dem verstorbenen Freund gewidmet, seine erste archäologische Abhandlung: Über den Raub des Palladiums auf den geschnittenen Steinen des Alterthums. In der Vorrede verdeutlicht Levezow dem Leser seine Wissen-schaftsauffassung, die als Ertrag eines, wie Borbein schreibt, "ordnungsgemäßen altertumswissenschaftlichen Studiums",[36] anzusehen ist. An erster Stelle stand für Levezow der systematische Denkmälervergleich.

Die Veranlassung zu der Abhandlung gab Levezow eine in der Mark Brandenburg gefundene alte Bronze, die den Raub des Palladiums darstellt. Levezow dehnte seinen Blick auf alle ihm bekannten Denkmäler der Glyptik gleicher Thematik aus, wobei er (S. V) "zu Resultaten kommen mußte, die oft denjenigen Resultaten großer Alterthumsforscher und Glyptographen verschieden sind, welche ihnen die nur gelegentliche Betrachtung der einzelnen Denkmäler dieses Inhalts darbot." Nur durch einen vorurteilsfreien Blick, Gründlichkeit, Kennerschaft usw. (S. VIIf.) "kann jene Wissenschaft [die Altertumskunde] von den mancherley Verunstaltungen wieder befreit werden, die ihr der bisherige Mangel eines Systems archäologischer Critik zugezogen hat. Die einzelnen Grundsätze dieses Systems sind von dem größten Theil der Erklärer alter Kunstdenkmäler fast gar nicht erkannt, von dem geringeren Theile derselben nur dunkel gefühlt, von den wenigsten zwar klärer erkannt, aber nicht oft und strenge genug bei der Auslegung selbst angewendet worden." Levezow ist der Ansicht, (S. VIIIf.) "daß [nur] durch mannigfaltige ähnliche [wie in vorliegender Abhandlung geschehen] Prüfungen und Vergleichungen gelehrter Kunstkenner, die ihre Beobachtungen über ganze Gemmenfamilien und Cyklen verbreiten, der Glyptographie insbesondere, und der Mythologie und Archäologie überhaupt ein wesentlicher Dienst geschehen kann." Levezow schließ t die Vorrede mit den Worten, (S. XII) daß, sollten Kenner seinen "Beitrag zur Geschichte der Kunst [...] nicht ganz verwerflich und unbedeutend finden," es ihn ermuntern würde, "die wichtigern Resultate ähnlicher Untersuchungen, die mich in meinen Mußestunden beschäftigen, fernerhin den Freunden des Alterthums und den Liebhabern seiner Kunst öffentlich mitzutheilen."[37]

Die in der Abhandlung Über den Raub des Palladiums auf den geschnittenen Steinen des Alterthums deutlich werdenden Ansätze zu einer "Verwissenschaftlichung" der Altertumskunde bzw. Archäologie - die Begrifflichkeit schwankt - verfolgt Levezow auch in seiner nächsten, 1804, erscheinenden archäologischen Abhandlung, Über die Familie des Lykomedes in der Königlichen Preußischen Antikensammlung.[38] Mit ihr eröfftnete er die im Neuen Teutschen Merkur[39] angekündigte lose Folge von Einzelveröffentlichungen der Berliner Antiken, die allerdings über drei bzw. vier Bände von seiner Hand nicht hin-ausgekommen ist.[40] Anders als beim Raub des Palladiums und den verwandten Abhandlungen steht in der Familie des Lykomedes und den anderen monographischen Studien das Einzeldenkmal, nicht die Denkmälergruppe, im Forschungsinteresse Levezows. Der Weg, den er beschreitet, um zu Ergebnissen zu kommen, ist jedoch in beiden Fällen der gleiche: breitestmögliche Denkmälerkenntnis, Heranziehung antiker Schriften, Bemühung um jedes Detail. "Die exakte Darlegung des Befundes bildete für ihn die Voraussetzung jeder archäologischen Interpretation.[41] Seine Monographie Über die Familie des Lykomedes kann als Muster gelten."[42] Levezows Abhandlung war dann auch grundlegend für die im Rahmen ihrer Aufstellung im Museum in der Werkstatt Christian Daniel Rauchs (1777-1857) durchgeführten neuen Ergänzungen der Statuen 1828/29.[43]

Am Beginn seiner Rezension zur Familie des Lykomedes geht Heyne nochmals auf die von ihm drei Jahre zuvor ebenfalls positiv aufgenommene Abhandlung Über den Raub des Palladiums[44] ein. Bereits damals habe er geglaubt,[45] in dem Verfasser "den Mann zu sehen, der einst dem Studium der Antike Fortschritt schaffen, und besonders die Antiken zu Sanssouci zu einem öffentlichen Genuß befördern würde", schreibt er, und weiter, daß er nun in der Familie des Lykomedes mit Vergnügen seine Hofftnung in Erfüllung gehen sehe. Positiv urteilt auch die Neue Berlinische Monatschrift,[46] die in dem Werk eine "treffliche Probe" des "großen wahrhaft verdienstlichen Vorhabens" der Publikation der preußischen Antiken geliefert sieht. Positiv urteilen auch Urlichs, dem die Familie des Lykomedes eine "wichtige Publikation" ist, sowie in neuerer Zeit Borbein und Simson.[47]

Der Abhandlung Über die Familie des Lykomedes voraus ging ein im Jahr zuvor im Freimüthigen erschienener zweiteiliger Artikel, die Kunstschätze des Königlichen Hauses,[48] mit dem Levezow sich erneut in eine aktuelle Berliner Diskussion, diesmal in die um einen Museumsbau mischt. Levezow beginnt den Artikel (S. 63) mit dem Hinweis auf den reichhaltigen Antikenbesitz des preußischen Königshauses, bedauert dessen Zerstreuung über die Schlösser und Gärten von Berlin, Potsdam und Charlottenburg und verleiht erstmals seiner Überzeugung Ausdruck, daß es wohl der natürliche "Wunsch des patriotischen Kunstfreundes [...] [ist], daß doch alle diese Schätze, zum Vortheile der Künste und Wissenschaften, in der Hauptstadt des Preußischen Staats, in einem großen, ihrer würdigen Museum vereinigt werden möchten", - ein Gedanke, den er dann in der Familie des Lykomedes wiederholen sollte.[49] Im zweiten Teil des Artikels (S. 67f.) widmet Levezow sich dann der größten Zierde der königlich-preußischen Antikensammlung, der Bronzestatue des Ganymeds (Betender Knabe), über die er 1808 monographisch publiziert.[50]

Die Abhandlung Über den Raub des Palladiums, besonders jedoch die Familie des Lykomedes, begründeten den Ruf Levezows als Archäologe. Sie und die folgenden Studien machten ihn dem Neuen Deutschen Nekrolog zufolge besonders in Italien und Frankreich bekannt, wo der französische Archäologe Aubin Louis Millin auf ihn aufmerksam wurde, der Levezow dann während der napoleonischen Besetzung Berlins unterstützte bzw. förderte.[51] Folge der Abhandlungen waren auch Mitgliedschaften in gelehrten Gesellschaften und Akademien.[52] Nachweisbar sind Mitgliedschaften, korrespondierend oder ehrenhalber, in Göttingen (Königlich [Großbritannische] Sozietät der Wissenschaften) ab 1804,[53] in Kassel (Sozietät der Alterthümer) und Livorno (Akademie) spätestens ab 1808, in München (Königlich Bayerische Akademie der Wissenschaften) und Königsberg (Königlich deutsche Gesellschaft) spätestens ab 1817 und, nach seiner Aufnahme in die Berliner Akademie der Wissenschaften 1832, in Kopenhagen (Gesellschaft Nordischer Alterthumsforscher), Leipzig (Historisch-antiquarische Gesellschaft), Rom (Archäologisches Institut) und Stettin (Historisch-antiquarische Gesellschaft) ab 1834.[54]

Ein Jahr nachdem Levezow mit Fragen zur Fundgeschichte und Provenienz der Familie des Lykomedes wohl erstmals an Friedrich Nicolai (1733-1811) herangetreten war, wandte er sich erneut in einem Brief an den Gelehrten.[55] Levezow teilt Nicolai mit, daß er im Auftrag des Kuratoriums der Akademie der Künste mit der Geschichte der Akademie beschäftigt sei, beklagt den mangelhaften Aktenbestand und bittet um die Angabe von Quellen, die Nicolai möglicherweise für den Abschnitt über die Akademie in seiner Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam zur Verfügung gestanden haben. Ob Nicolai Levezow auch hier behilflich sein konnte, was im Fall der Familie des Lykomedes sicher der Fall war, ist nicht bekannt. Gut ein Jahr nach dem Schreiben an Nicolai, spätestens im Juni 1805, lag Levezows Geschichte der königlichen Akademie der bildenden Künste und mechanischen Wissenschaften zu Berlin jedenfalls im Manuskript vor;[56] veröffentlicht wurde sie 1807/08 in der nur kurze Zeit in Stettin erscheinenden Zeitschrift Eurynome und Nemesis (1806: Eurynome), lose 1808 in Berlin und erneut, leicht gekürzt, 1814 im Katalog der Berliner Akademie-Ausstellung. Eine Fortsetzung erschien 1818 an gleicher Stelle. Bis heute wird Levezows Geschichte der Akademie ein "großer Quellenwert" zugestanden.[57]

Spätestens um 1804/05, kurz nach seiner Aufnahme in die Akademie oder der Erteilung des Auftrags zur Anfertigung der Akademiegeschichte, muß Schadow auf Levezow aufmerksam geworden sein. Zumindest zieht er, zu dieser Zeit mit der Errichtung seines Wohn- und Atelierhauses, heute Schadowstraße 10/11, beschäftigt, bezüglich der zwei Supraporten-Reliefs der Straßenfassade nicht nur Hirt, sondern auch Levezow als Bera-ter in altertumskundlichen Fragen hinzu.[58]

Bereits vor Levezows Auftnahme in die Akademie der Künste dürfte seine erste Arbeit für die Bühne, Iphigenia in Aulis, entstanden sein. Das fünfaktige Trauerspiel wurde im Sommer 1804[59] "in Berlin auf dem königl. Nationaltheater mit allem Beifall gegeben", wie der Neue Teutsche Merkur im April-Stück 1805, dem Jahr der Drucklegung der Iphigenia, berichtet. Bereits ein Jahr später beschäftigte die Bühne Levezow erneut. Kann Luther in ästhetischer Hinsicht dramatisch dargestellt werden?[60] fragt er im September-Stück 1806 der Eurynome und greift damit - wie bereits 1796 mit dem Aufsatz Über die Idee eines Denkmals Friedrichs des Zweyten - in ein schwelendes, in Hinsicht auf Napoleons Vormarsch in Deutschland, wiederum auch national konnotiertes Denkmalsprojekt ein, dem zu einem Lutherdenkmal in der Mansfeld.[61]

Dem Luther-Aufsatz folgten 1808 der lose Druck der Geschichte der Akademie, die lateinisch verfaßte Abhandlung Über den Betenden Knaben,[62] eine der bedeutendsten Antiken aus dem Besitz Friedrichs des Großen, die Abhandlungen Über den Antinous und über die Mediceische Venus und schließlich 1809 die Biographie der Sängerin Luise Schick. Den mit dem Aufsatz zum Friedrichsdenkmal 1796 und dem Luther-Aufsatz 1806 angefangenen, über die Befreiungskriege hinausgehenden "patriotischen Faden", nahm Levezow dann 1812 wieder auf. Anlaß für die anonym erschienene Beschreibung und Erläuterung eines Denkmals von gebranntem Thon, welches der verewigten Königin Luise von Preußen in dem Hause des Königlichen Salzfaktors Pilegaard bei Frankfurth an der Oder gewidmet ist bot Levezow das nach einem Entwurf Schadows von Feilner gebrannte Relief, die "Apotheose der Königin Luise".[63] 1812 war dann auch das Jahr, in dem Levezow seinen zweiten nachweisbaren Vortrag vor der Gesellschaft der Freunde der Humanität zu Berlin hielt. Im ersten vom Jahr zuvor beschäftigte ihn - sein erster Ausflug in die Ur- und Frühgeschichte - die legendäre Handelsstadt Vineta.[64] Den am 25. Januar 1812 gehaltenen Vortrag ließ Levezow zusammen mit einem zwei Jahre später, am 22. Januar 1814, vor der gleichen Gesellschaft gehaltenen in Halle unter dem Titel Erinnerungen an einige Ursachen und Wirkungen der Denkmäler großer Männer erscheinen. Im ersten Vortrag beschäftigte ihn erneut das (Berliner) Friedrichsdenkmal, im zweiten ein ebenfalls in Berlin zu errichtendes Denkmal auf die Befreiungskriege.[65] Nicht außer Acht zu lassen sind die Daten, an denen die Vorträge gehalten wurden. Zum einen waren sie durch das Stiftungsfest der Gesellschaft bestimmt, wie Levezow im Vorwort (S. III) betont, zum anderen fand der erste Vortrag fast auf den Tag genau auf dem 100. Geburtstag Friedrichs des Großen am 24. Januar statt, worauf Levezow ebenfalls hinweist.

Beide Reden, die In Beziehung auf ein Denkmal Friedrichs des Zweiten und die Für ein Denkmal der Rettung Berlins und seiner Nachbarn im Jahre 1813 wurden (S. III) "vor einer zahlreichen und gemischten Versammlung und im Gefolge anderer Reden und Vorlesungen" gehalten. Levezow gesteht ein, daß (S. IVf.) "über den Gegenstand der ersten [Rede], ein Denkmal Friedrichs, [...] schon sehr viel gesprochen worden, geschrieben und selbst von Künstlerhänden entworfen worden [ist]. Aber der Tag, an welchem diese Rede gehalten wurde, der 25ste Januar des Jahres 1812, war auf den unvergeßlichen Tag gefolgt, an welchem einst vor hundert Jahren Friedrich, der Wohltäter, der Ruhm und Stolz des Preußischen Volks, geboren ward." Er fährt fort, daß "die Zeit, in welcher wir Preußen damals lebten, [...] auch dem Uneingeweihten [...] die Saatzeit zu einem einstmaligen großen Erndtetage der ganzen Nation zu seyn" schien. Der "Erntetag" ist nach Levezow nahe; (S. VIII) "Preußen ist wieder würdig geworden, ein gro§es Ehrendenkmal Friedrichs auf freiem Grund und Boden zu besitzen: denn es ist wieder fähig geworden, ein solches Denkmal, als Palladium seines Ruhms und seiner Freiheit, zu bewahren."

Den Anlaß zum zweiten Vortrag (S. X) gab nach Levezow "die Idee, welche Herr Schadow [...] in einem Modell zu einem Denkmal der Rettung Berlins und seiner Nachbarn im Jahre 1813 in der [...] Versammlung der Gesellschaft zum ersten Male öffentlich ausstellte und mit einer mündlichen Erläuterung selbst begleitete."[66] Gern übernahm Levezow dann "den begeisternden Auftrag zu einem Vorwort desselben, um die Nothwendigkeit eines solchen Ehrendenkmals der Nationaldankbarkeit mit einigen Bemerkungen zu erörtern."

Voll Lob über die beiden Reden ist der Rezensent der Göttingischen gelehrten Anzeigen: "Ein Paar Reden, der großen Gegenstände, denen sie geweiht sind, ebenso würdig, als des heiligen Zweckes, weßhalb sie durch den Druck bekannt gemacht wurden! Treffend werden diejenigen widerlegt, welche es in unsern Zeiten für unnöthig erklärten, den zwey großen Männern Luthern und Friedrich den Einzigen Denkmähler zu errichten, und schön die Gründe zur Errichtung derselben aus dem Innern und Wesen des menschlichen Geistes und aus der herrlichen Wirkungen der Denkmäler dargestellt"; und zur zweiten Rede: "Die Rede ist mit Begeisterung entworfen und ausgeführt: Wahrheit herrscht durchgehends: Verstand und Herz werden ergriffen, und indem jener überzeugt wird, so spricht aus alles mit Rührung unsre Gefühle an. Dazu kommt die schöne Anordnung und der gebildete Stil. Die Rede ist ein Muster in ihrer Art."[67]

Wohl Anfang 1815 verfaßte Levezow das Vorwort zu Goethes Festspiel Des Epimenides Erwachen,[68] das zur Feier des ein Jahr zurückliegenden Einzuges der alliierten Truppen Ende März 1814 in Paris im Berliner Opernhaus aufgeführt wurde. Unmißverständ-lich stellt er eine Verbindung zwischen dem griechischen Mythos[69] und den politischen Ereignissen seiner Zeit her. Mit dem Vorwort (S. Xf.) wolle er den Versuch machen, "das große, sinnvolle und gestaltenreiche Gemälde zusammen zu drängen, welches der Dichter unseres deutschen Vaterlandes [Goethe] in seiner eigenen Dichtung von einem zweiten Erwachen bei Epimenides vor unseren Blicken aufrollen will." Hier, wie in drei weiteren eigenen Dramen und drei Reden gibt Levezow sich, dem Zeitgeist entsprechen, als Patriot zu erkennen. Mit Den Fischern von Kolberg[70] setzte er der Stadt, die nach der preußischen Niederlage bei Jena und Auerstedt 1807 ein halbes Jahr gegen eine französische Belagerung verteidigt wurde, ein Denkmal, mit Abschied von der Heimath oder die Heldengräber bei Großbeeren[71] der Schlacht am gleichnamigen Ort vom 23. August 1813, in der die vereinten Heere unter Führung des preußischen Generals von Bülow die Truppen Napoleons besiegten und schließlich mit Des Epimenides Urtheil[72] - eine Quasi-Aktualisierung des Festspiels Goethes - der Schlacht von Belle-Alliance (Waterloo), in der Napoleon am 18. Juni 1815 entscheidend geschlagen wurde. Die beiden zuletzt genannten Schauspiele wurden im Juli und August 1815 im Berliner Opernhaus aufgeführt, wo auch mehrere von Levezow verfaßte Reden vorgetragen wurden. So am 13. Juli ein Gedicht auf den Geburtstag der Prinzessin Charlotte von Preußen,[73] am 18. Januar 1816, vor der Premiere der Zauberflöte in der Ausstattung Schinkels, eine Rede zur Feier des Krönungs- und Friedens-Festes,[74] und eine am 19. Oktober des Jahres zur Jahresfeier für die Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19. Oktober 1813),[75] der eine Aufführung der heute vergessenen Oper Zaire vom Münchner Hofkapellmeister Peter von Winter (1754-1825) folgte. In ebenfalls patriotischem Zusammenhang zu sehen ist die lateinisch verfaßte, vor der Lehrer- und Schülerschaft des Friedrich-Wilhlems-Gymnasium gehaltene Rede zum Reformationsfest 1817[76] und die im gleichen Jahr im Kunstblatt zum Morgenblatt erschienene Beschreibung der Denkmünze der Stadt Berlin auf den Fürsten Blücher,[77] des Siegers von Belle-Alliance.

Im weiteren Sinne für die Bühne tätig blieb Levezow bis Anfang der 1820er Jahre. Er dichtete zwei Monologe,[78] die zu Lebenden Bildern auf drei Künstler- bzw. Jahresfesten des Berlinischen Künstler-Vereins aufgeführt wurden. Die Baukunst[79] wurde auf dem Fest vom 6. Januar 1816 vorgetragen und im Januar 1819 bei gleicher Gelegenheit wiederholt. Auf dem Fest von 1816, das auch als Stiftungsfest diente, war Levezows Baukunst-Monolog Teil der "Huldigung der Künste".[80] Begleitet von Musik schildert der Genius der Baukunst (S. 9) die Entwicklung der Architektur von den ägyptischen Pyramiden "ein Felsenbau - und dennoch nur ein ödes Grab" bis zum (S. 13) römischen Pantheon. Beim Übergang von der ägyptischen Architektur zur Schilderung der griechischen (S. 9f., Szenenanweisung) öffnete sich ein Vorhang und Mädchen als Karyatiden mit Kapitellen der drei Säulenordnungen wurden als Lebendes Bild sichtbar. Keine zwei Wochen nach dem Fest, am 17. Januar 1816 wurden Levezow, Zelter und Rungenhagen, die wohl für die musikalische Begleitung gesorgt hatten, als Ehrenmitglieder in den Verein aufgenommen.[81] Für das nächste Fest, am 6. Januar 1817 übernahm Levezow dann die Dichtung des Monologs Phidias[82] zur Huldigung der Bildhauerkunst, für den er den Moment wählte, in dem Phidias bei der Arbeit an dem Goldelfenbein-Standbild des Zeus von Olympia sich, "im Geist verlassen fühlend, von Homer Rat holt".[83] Möglicherweise im Gefolge des Künstlerfestes von 1819 entstand dann auch das einzige bekannte Porträt Levezows, eine Sepia-Zeichnung von Johann Heusinger (1769-1846).[84]

Als Arbeiten Levezows für die Bühne sind noch drei weitere Arbeiten zu nennen; das Libretto für die Oper Ratibor und Wanda,[85] am 11. Juni 1819 in den Dekorationen Schinkels im Opernhaus aufgeführt, und 1823 das Trauerspiel Innocentia[86] - beide im Druck nicht nachweisbar - sowie, gleichsam als Nachzügler, die lyrische Dichtung Albrecht Dürer,[87] die am Schluß der Berliner Gedächtnisfeier für den Künstler am 18. April 1828 mit der Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy und in einer von Schinkel, Schadow, Tieck und L. Wichmann besorgten Ausstattung in der Singakademie aufgeführt wurde.[88]

Die oben erwähnte Ehrenmitgliedschaft im Berlinischen Künstler-Verein ist die früheste nachweisbare Mitgliedschaft Levezows in einer der zahlreichen geselligen Vereinigungen, die am Ende des 18. und den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in Berlin entstanden. Zu belegen ist für Levezow lediglich noch die (ordentliche) Mitgliedschaft im Wissenschaftlichen Kunstverein, zu dessen Gründungsmitgliedern er im Oktober 1827 gehörte,[89] und die in der Gesetzlosen Gesellschaft ab 1832.[90] Mit Sicherheit hat Levezow Alexander von Humboldts berühmte Kosmos-Verlesungen im Winter 1827/28 in der Singakademie gehört. Gleich am Beginn der Vorlesungsreihe beschloß das Auditorium sich bei Humboldt durch eine Ehrenmedaille zu bedanken. Inschrift und Hauptidee der Medaille stammten vom Levezow.[91]

Neben der mit seiner Ankunft in Berlin aufgenommenen gymnasialen Lehrtätigkeit, zu der spätestens 1805 die an der Akademie der Künste trat, nahm Levezow 1820 seine dritte Stelle an, die eines unbezahlten Gehilfen (Adjunkt) an der Kunst-, Antiken- und Münzkammer unter der Direktion Jean Henrys, mit Option auf die Übernahme der Direktorenstelle.[92] Levezow muß sehr schnell zum tragenden Mitarbeiter der Kammer geworden sein. Bereits ein knappes Jahr nach seiner Anstellung bat Staatsminister Altenstein Friedrich Wilhelm III. (erfolglos) Levezow von seiner Lehrtätigkeit am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu entbinden.[93] Nicht abschlägig beantwortet wurde hingegen im Februar 1823 die Bitte, Levezows Tätigkeit an der Kunst-, Antiken- und Münzkammer durch ein Geldgeschenk in Höhe von 400 Taler zu würdigen.[94] Im gleichen Jahr erfolgte dann auch die Entbindung Levezow von seinen schulischen Lehrverpflichtungen, eine Maßnahme, die Altenstein im Mai 182[99] Auf Antrag Altensteins wurde Levezows Gehalt dann 1827 um 450 Taler auf 1200 jährlich erhöht.[100] Mit Gründung des Museums 1828 wurde Levezow zum Direktor des Antiquariums ernannt,[101] Henry im darauffolgenden Jahr pensioniert.[102] Um die Jahreswende 1828/29 muß Levezow dann aus der Lehrerwohnung Friedrichstraße 41 in die Behrenstraße 43 gezogen sein.[103] Der Umzug bot für Altenstein wiederum einen Anlaß sich bei Friedrich Wilhelm III. für Levezow, den er sehr geschätzt haben muß, einzusetzen. Einleitend erwähnt Altenstein, daß Levezow bereits im Museumsneubau mit der Einordnung der Sammlung beschäftigt sei, daneben auch in Schloß Monbijou und im (Berliner) Stadtschloß, um dann zu seinem eigentlichen Anliegen zu kommen, der Bitte um Genehmigung einer jährlichen Mietentschädigung an Levezow in Höhe von 400 Talern. Als Begründung für die Höhe der Beihilfe führt Altenstein die Notwendigkeit zur Unterbringung der "bedeutenden Bibliothek" Levezows an.[104] 1831 wird Levezow dann zusammen mit Schinkel, Tieck, Waa-gen, Rauch, Wach und Schlesinger als Mitglied der "künstlerischen Commission, welche unter dem Vorsitze des Herrn General-Intendanten der königlichen Museen [Brühl] alle, auf den artistischen Theil des königl. Museums sich beziehenden Gegenstände gemein-schaftlich berathen und darüber selbstständig beschließen soll", genannt.[105] Die Aufgaben der Kommission lagen in der Regelung der Erwerbungen, der Aufstellung und Restaurierung der Kunstwerke sowie der Kopiertätigkeit im Museum. Abteilungsdirektoren des Museums waren 1831 Levezow (Antiquarium), Tieck (Antiken) und Waagen (Gemälde).[106]

Während seiner Tätigkeit an der Kunst-, Antiken- und Münzkammer bzw. dem Museum war Levezow an einer Reihe von Erwerbungen beteiligt. So ordnete er 1822 die Sammlung Minutoli (ägyptische Altertümer) im Schloß Monbijou an[107] und fertigte 1826 ein Gutachten über die Sammlung Passalacqua (ägyptische Altertümer) an und stellte sie 1827 mit auf.[108] 1828 folgte die Begutachtung der Vasensammlung Koller, über die Levezow noch Anfang Dezember dem Wissenschaftlichen Kunstverein berichtete.[109] In seinem Gutachten plädierte Levezow für einen nahezu geschlossenen Ankauf der Sammlung (1348 Vasen und andere Objekte) und betonte, daß das Antiquarium somit auf einen Schlag die Bedeutung der anderen Museumsabteilungen erreichen würde. Der Ankauf wurde genehmigt.[110]

Wesentliche Aufgabe Levezows als Gehilfe an der Kunst-, Antiken- und Münzkamer war nach Altenstein[111] die Erstellung (wissenschaftlicher) Sammlungskataloge, auch als Vorbereitung auf das zu gründende Museum. Die Folge seiner Sammlungskataloge eröfftnete Levezow mit dem Verzeichnis der Königlich Preußischen Sammlungen der Denkmäler alter Kunst, erschienen im ersten Band der Amalthea 1822, fortgesetzt im zweiten Band der Zeitschrift 1825 und im Berliner Kunst-Blatt 1828.[112] Hinzu kommen der Katalog der Geschnittenen Steine,[113] die Gallerie der altgriechischen Vasen[114] und schießlich das Verzeichniss der antiken Denkmäler im Antiquarium des Königlichen Museums zu Berlin,[115] der bedeutendste der von Levezow erstellten Kataloge. Im Vorwort des Katalogs (S. IX) erläutert Levezow "die Anordnung und Aufstellung der Gefäße im Antiquarium", betont die Systematisierung der Eintragungen zu den einzelnen Nummern und gibt auf 24 Tafeln 350 Gefäßumrisse und die auf den Vasen angebrachten antiken Inschriften wieder.

Gekrönt wurde die wissenschaftliche Laufbahn Levezows 1832 mit der Au_ftnahme in die phil.-hist. Klasse der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Der Antrag auf Annahme wurde am 12. Januar gestellt, am 19. Januar einstimmig angenommen und am folgenden Tag von Friedrich Wilhelm III. bestätigt.[116] Sowohl an den Gesamtsitzun-gen wie auch an den Sitzungen der phil.-hist. Klasse nahm Levezow regelmäßig teil.[117] Drei Monate nach seiner Auftnahme hielt Levezow seinen ersten Akademie-Vortrag auf einer Gesamtsitzung vor verhältnismäßig zahlreich erschienen Mitgliedern, wie im Protokoll vermerkt ist.[118] Gehalten in meist in mehreren Teilen, gelegentlich in mehrmonatigem Abstand, folgten drei weitere Vorträge Levezows, die sämtlich lose und in den Abhandlungen der Akademie erschienen.

Gleichberechtigt tritt in den vier Akdademie-Vorträgen neben der Archäologie der zweite Forschungsschwerpunkt Levezows zutage, der sich in der Mitte der 1820er Jahre, wohl befördert durch seine Tätigkeit an der Kunst-, Antiken- und Münzkammer, herauskristallisierte: die Ur- und Frühgeschichte Brandenburg-Preußens und des Ostseeraumes. Vorläufer bilden hier sein 1797 erschienenes Lehrbuch der Geographie und Geschichte von Pommern und Rügen und die am Beginn des neuen Jahrhunderts faßbare Beschäftigung mit der Marienburg.[119] 1823 veröffentlichte Levezow dann seinen im Mai 1811 vor der Gesellschaft der Freunde der Humanität zu Berlin gehaltenen Vortrag über die legendäre Handelsstadt Vineta.[120] Es folgten 1825 die Andeutungen über die wissenschaftliche Bedeutung der allmählig zu Tage geförderten Alterthümer Germanischen, Slavischen und anderweitigen Ursprungs der zwischen der Elbe und Weichsel gelegenen Länder und im folgenden Jahr die Abhandlung über den Jupiter Imperator, eine in der Nähe von Lichtenberg bei Berlin in vorgeschichtlichem Grabzusammenhang gefundenen römischen Bronzestatuette. Für die 20er Jahre zu nennen wäre noch die für 1826/27 angekündigte und im Mai 1833[121] als Akademie-Vortrag auf deutsch gehaltene Abhandlung De numis aliquot Graecis antiquissimis et antiquioribus in Magno Ducatu Posnaniensi nuper repertis. In seinem letzten Akademie-Vortrag beschäftigte Levezow dann die Frage nach der Echtheit einiger sogenannter Obotritischer Runendenkmäler in Neustrelitz.[122]

In den Andeutungen von 1825 machte Levezow einige wesentliche Forderungen, die bis heute gleichermaßen für die Archäologie wie die Ur- und Frühgeschichte grundlegend sind, die nach (S. 404) geklärten Herkunftsangaben und Fundumständen. Sind diese nicht gegeben geht den Funden nach Levezow (S. 405) "alle besondere wissenschaftliche Bedeutung und ihr ganzer historischer Werth ab". Dies gilt besonders für Zeiten und Gebiete für die keine originäre schriftliche Überlieferung besteht. Hier können nur (S. 410) die gefundenen Monumente Licht in das Dunkel bringen. Die Funde sind Levezow Geschichtsdenkmäler, "augenscheinliche Thatsachen, welche nicht bestritten, noch geläugnet werden, ja von jedem Forscher mit Unbefangenheit betrachtet, von allen Seiten geprüft und nach den Grundsätzen einer vernünftigen Kritik und Hermeneutik gedeutet, auch zu Grundlagen historischer Forschungen benutzt werden können. Sie sind also mit vollkommenem Rechte als historische und artistische Momumente anzusehen, die zumal bei dem Mangel eigenthümlicher, zusammenhängender, schriftlicher Monumente, vor allen Dingen bei der Entscheidung wichtiger historischer Fragen jene Völker betreffend, als authentische Dokumente zuerst um Rath gefragt und in alllen Fällen des offenbaren Widerspruchs mit jenen schriftlichen Nachrichten eine entscheidende Stimme haben müssen."

Um die Mitte der 1820er Jahre stellt Levezow also grundsätzliche, die Ur- und Frühgeschichte betreffende Forderungen. Gleiches könnte auch für die Archäologie gelten, sollte die für 1826/27 angekündigte Schrift De disciplinae archaelogicae laudibus et praestantia, ad bonarum litterarum studiosos adhortatio in dem 1833 gehaltenen Akademie-Vortrag Über archäologische Kritik und Hermeneutik aufgegangen sein. Beklagte Levezow bereits in Über den Raub des Palladiums von 1801 (S. VII) den "Mangel eines Systems archäologischer Critik", was zu "mancherley Verunstaltungen" der Wissenschaft führte, so suchte er in der Palladiums-Schrift und den folgenden archäologischen Arbeiten den Mangel zu beheben. Levezow forderte einen vorurteilsfreien Blick, Kennerschaft, Gründlichkeit, den systematischen Denkmälervergleich und vor allem Quellen- bzw. Textkritik, wobei die altphilologische Methode, die aus mittelalterlichen Handschriften die ursprüngliche Lesart eines (antiken) Textes zu rekonstruieren sucht, das Vorbild lieferte. Textkritik im Sinne der Altphilologie betrieb Levezow in seinem Vineta-Aufsatz von 1823, auf Denkmäler übertragen kommt sie ebenso in archäologischen Abhandlungen wie der Familie des Lykomedes von 1804, wo Levezow den ursprünglichen Zustand und damit die ursprüngliche Bedeutung der Statuen zu rekonstruieren[123] zur Anwendung, wie in seinem letzten Akademie-Vortrag über die Neustrelitzer Obotritischen Runendenkmäler von 1834, in dem er nahe legt, sämtliche Objekte als Fälschungen anzusehen.

In seinem ersten vor der Akademie 1832/33 gehaltenen Vortrag beschäftigte Levezow die Entwicklung des Gorgonen-Ideals in der Poesie und bildenden Kunst der Alten, in dem er (S. 137) den Gang des frühen Mythos vom Haupt der Medusa bis hin zur Anbringung des Kopfes auf dem Brustschild der Pallas Athene verfolgt. Auffällig, und den Reiz der motivgeschichtlichen Untersuchung ausmachend, ist die Parallelisierung der zeitlichen Abfolge der dargestellten Handlungsmomente des Mythos mit der stilistischen Entwicklung der griechischen Kunst. Zentral steht das Bild des idealen Griechentums. "Der alles verschönernde Geist der Griechen", habe es (S. 138) verstanden "auch dieser uralten, greuelvollen Gestalt ein Ideal hoher jungfräulicher Schönheit abzugewinnen [...], welches [...] dem Beschauer doch nur ein sehr gemildertes, ja selbst mit Theilnahme und Mitleid gemischtes Grauen einflößt". Im November 1833 hielt Levezow dann seinen Akademie-Vortrag Über archäologische Kritik und Hermeneutik. Er ist die Frucht der altphilologischen Anfänge Levezows, seiner jahrzehntelangen archäologischen Forschungen und seiner musealen Tätigkeit. Nach Borbein[124] entstand Über archäologische Kritik und Hermeneutik, in der Levezow seine Wissenschaftsauffassung theoretisch zu begründen versucht, in Anlehnung an die Methodologie seines Lehrers Friedrich August Wolf. Überlieferungskritik bildet für Levezow die Grundlage der Hermeneutik, ist von ihr jedoch genau zu trennen. Bedeutung hat der Vortrag Levezows jedoch weniger in wissenschaftstheoretischer Hinsicht, als vielmehr "für die Entwicklung der Archäologie zu einer eigenen Disziplin - gerade in Berlin".[125]


[1] Die biographischen Daten weitgehend nach: Neuer Nekrolog der Deutschen (NND) 1837, Urlichs in Allgemeine Deutsche Biographie (ADB) 1883 und Reelfs in Neue Deutsche Biographie (NDB) 1985.

[2] Vgl. Hamberger/Meusel: Das gelehrte Teutschland, 5. Aufl., Bd. 4 (1797), s.v.

[3] Dem NND, S. 865 zufolge war einer der Gründe, die Levezow veranlaßten das Theologiestudium aufzugeben, daß "seine dogmatischen Studien ihn zu andern Resultaten als dem Kirchenglauben geführt hatten."

[4] 1808: Über die Frage ob die Mediceische Venus ein Bild der Knidischen vom Praxiteles sey widmete Levezow "dem ehrwürdigen durch Schrift und Rede unsterblich verdienten Lehrer der Alterthums-Wissenschaft Herrn Geheimen Jusitzrath Heyne in Göttingen [...] zu einem öffentlichen Denkmal seiner Ehrfurcht und Dankbarkeit" (Vorrede, S. 3).

[5] 1795: Dissertatio de causis neglecti studii litterarum inprimis philosophiae apud antiquiores Romanos.

[6] SBBPK, Handschriftenabteilung, Ni 45: Brief Levezows an Nicolai, 27.2.1803 mit entsprechender Absenderangabe.

[7] Berlin, Landesarchiv, Rep. 241 Bd. 2, Acc. 628: Schreiben vom 22.6.1822.

[8] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20439, Bl. 24: Altenstein an Friedrich Wilhelm III., 23.12.1828: Auszug Levezows aus der Lehrerwohnung.

[9] Berliner Adreßbücher von 1818/19 (Levezow nicht genannt), 1820, 1824, 1826, 1828, 1829, 1830, 1835.

[10] GStAPK I. HA Rep 76 alt, ältere Oberbehörden für Wissenschaft, Kunst, Kirchen- und Schulsachen, III, Nr. 88, Bl. 75, 80: Bewerbungsschreiben vom 15. November 1802 (Für die Überlassung der auf Levezow bezüglichen Kopien und Auszüge aus der Akte danke ich Frau Schneider, Stiftung Archiv der Akademie der Künste).

[11] Borbein, S. 113; Reelfs in NDB, S. 393. Für einen Antritt 1804 sprechen auch die aktenkundigen Beschwerden Levezows aus dem Jahr über das geringe Gehalt und die Verweigerung des Professorentitels (GStAPK I. HA Rep 76 alt, ältere Oberbehörden ..., III, Nr. 88, Bl. 114-117: Schreiben vom 15. und 14. März 1804).

[12] Vater der Marie Ulrike Wilhelmine Hainchelin war der Geheime Oberfinanzrat Pierre Jérémie Hainchelin (1727-1787) aus Berlin, die Mutter Hedwig Charlotte Kühn. Aus der Ehe mit Konrad Levezow ging eine Tochter, Ernestine, hervor. Sie heiratete den Altphilologen Karl Steinhart (1801-1872), Professor an der Landesschule Schulpforta und der Universität Halle.

[13] Vgl. Kat. Friedrich Gilly 1984, S. 78 (Kat.-Nr. 1), S. 87f. (Kat.-Nr. 13), S. 113f. (Kat.-Nr. 36), S. 209f. (Kat.-Nr. 127). Laut Inventarbuch des Märkischen Museums erfolgte der Ankauf der Zeichnungen 1942 aus Privatbesitz (Dr. Steinhart). Von anderer Hand wurde nachgetragen, daß sie aus dem Nachlaß Levezows stammen (freundliche telefonische Mitteilung von Frau Cosmann, Märkisches Museum), was aufgrund der Namensgleichheit von Schwiegersohn Levezows und Verkäufer wahrscheinlich ist (s. o.).

[14] Borbein, S. 113.

[15] Vgl. Berlin, Stiftung Archiv der Akademie der Künste, PrAdK, Unterrichts-Lehrpläne. 1805-1845. Für die Vorlesungen Levezows war kein Hörergeld zu entrichten. Levezow las, mit Ausnahme der ersten Jahre, nur im Wintersemester. Titel seiner Vorlesungen waren etwa: Über die mythologische Geschichte und die Alterthümer der Griechen im heroischen Zeitalter (1811/12), Mythologie der Griechen und Römer erläutert durch die Kunstdenkmäler des Alterthums (1815/16, mehrfach wiederholt, ab 1829/30 ausschließlich), Einleitung in das Studium der Kunstdenkmäler des classischen Alterthums (1823/24).

[16] Vgl. GStAPK I. HA Rep 76 alt, ältere Oberbehörden ..., III, Nr. 88, Bl. 114-117: 15.3.1804: Beschwerde Levezows über die Verpflichtung zur unentgeltlichen Anfertigung von Katalogen (zu den Akademie-Ausstellungen); Kataloge der Berliner Akademie-Ausstellungen, Registerband, S. 11 (H. Börsch-Supan): "Die Kataloge wurden, wie das Reglement von 1790 bestimmte, vom Lehrer der Theorie und der Alterumskunde zusammengestellt, und zwar vermutlich nach Angaben, die die Künstler lieferten". Wie lange Levezow die Kataloge der Akademie-Ausstellungen redigierte ist nicht bekannt, möglicherweise bis 1818, dem Jahr in der seine Fortsetzung der Geschichte der Königl. Akademie der Künste vom Jahre 1805 bis 1818 in den Katalogen erschien.

[17] Vgl. Katalog der Bibliothek der Akademie der Künste, S. IXf. Während seiner Tätigkeit als Bibliothekar arbeitete Levezow ein Reglement der Bibliothek aus.

[18] Reelfs in NDB, S. 393 geht von einer Italienreise vor Antritt der Professur an der Akademie der Künste aus. Ein entsprechender Hinweis fand sich weder in den Schriften Levezows und den älteren Biographien noch in den herangezogenen Archivalien und Briefen. Im NND, S. 867 ist der Wunsch nach einer Italienreise erwähnt, "für welche ihm aber damals [um 1804] die Mittel fehlten".

[19] Borbein, S. 113 (wohl nach NND, S. 867). Eine Italienreise Levezows verneint Borbein ausdrücklich.

[20] Vgl. 1801: Denkschrift auf Friedrich Gilly, Neuabdruck in: Kat. Gilly 1984, S. 217-242, hier S. 218: Gilly "war seit dem frühen Knabenalter bis auf die letzten Tage seines Lebens mein Freund, im reinsten und edelsten Sinne des Worts." Die Familie Gilly lebte von 1782-1788 in Stettin (Kat. Gilly 1984, S. 214).

[21] Eine Schwester Gillys war mit dem Bruder Heinrich Gentzs, dem preußischen Kriegsrat, nach 1803 von Wien aus erfolgreich agierenden antinapoleonischer Publizisten und Exponenten der vormärzlichen Reaktion, Friedrich Gentz (1764-1832) verheiratet. Siehe auch Kat. Gilly 1984, S. 250.

[22] Reelfs in NDB, S. 393.

[23] Heyne in seiner Rezension zu 1804: Über die Familie des Lykomedes in den Göttingischen gelehrten Anzeigen 1804, S. 916.

[24] 1825: Andeutungen ..., S. 417, Anm.

[25] Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, 1827, Nr. 39-40 (Februar), Sp. 317-319.

[26] 1808: Über den Antinous, dargestellt in den Kunstdenkmälern des Alterthums, S. 111-116; 1808: Über die Frage ob die Mediceische Venus ein Bild der Knidischen vom Praxiteles sey, S. 74 (Hinweis auf Hirts Bilderbuch für Mythologie, Archäologie und Kunst, Leipzig 1805-1816, "einem der sichersten und erprobtesten Führer durch die Irrsäle der sogenannten antiquitas figurata.").

[27] Schadow 1849/1987, S. 65f.: "Die Vorträge der Professoren Levezow und Hirt hatten einen günstigen Einfluß auf die Scholaren der zeichnenden Künste. Das Bilderbuch von Hirt [Bilderbuch für Mythologie, Archäologie und Kunst], so wie Levezows Vorträge von den Göttern und Heroen, möchten wohl nur Spuren hinterlassen haben in den Werkstätten der Bildhauer, während die Maler sich hingaben in die Garderobe des Tages oder in die des Mittelalters."

[28] Schadow 1849/1987, S. 163 (zum Jahr 1827): "Die schriftlichen Arbeiten der Altertumsforscher Böttiger in Dresden und der Professoren Hirt, Levezow, Panofka waren den denkenden Künstlern von Nutzen, umsomehr als jeder von ihnen einen eigenen Zweig bearbeitete."

[29] Schadow 1849/1987, S. 197.

[30] Vgl. Kataloge der Akademie-Ausstellungen, Bd. 1.

[31] Zu den Wettbewerben siehe Mielke/Simson 1976, Simson 1979 und Kat. Berlin und die Antike 1979, Katalog, S. 202-204 (J. von Simson). Besonders zum Beitrag Friedrich Gillys auch Onken 1935/1981, S. 42-50.

[32] Vgl. Kat. Gilly 1984, S. 215.

[33] Im Folgenden spricht Levezow sich für ein antikisierendes Gewand, bezieht also Stellung im schwelenden Berliner "Kostümstreit", und eine an antike Vorbilder gelehnte Körperhaltung aus.

[34] Oncken 1935/1981, S. 49 war der Aufsatz Levezows bekannt. In der neueren Gilly-Forschung scheint er hingegen keine Beachtung mehr gefunden zu haben.

[35] Immanuel Friedrich Levezow war 1792 wegen Erblindung in Ruhestand versetzt worden. Von ihm erschienen, neben anderen heimatbezogenen Schriften, 1786 das Programm von dem Zustand der Meteorologie in Pommern und 1789 der Beschluß des Programms von dem Zustand ...

[36] Borbein 1979, S. 113.

[37] Zu diesen Untersuchungen zu zählen sind: 1808: Über den Antinous, dargestellt in den Kunstdenkmälern des Alterthums; 1808: Über die Frage ob die Mediceische Venus ein Bild der Knidischen vom Praxiteles sey; (auch) 1826: Jupiter Imperator in einer antiken Bronze des königlichen Museums der Alterthümer zu Berlin; 1833: Über die Entwicklung des Gorgonen-Ideals in der Poesie und bildenden Kunst der Alten.

[38] Es werden hier nicht alle Schriften Levezows genannt. Die dem Verfasser bekannt gewordenen finden sich in chronologischer Reihenfolge im Schriftenverzeichnis.

[39] 1804: Über statuarische Gruppen-Anordnung und Aufstellung bei den Alten, Fußnote S. 29f.: Die Untersuchung (Über die Familie des Lykomedes in der Königlichen Preußischen Antikensammlung) "soll als Vorläufer und Probe eines größeren Werks dienen, welches sämtliche königlichen Antiken in Marmor und Bronze, in einzelnen Heften abgebildet und erläutert, enthalten wird".

[40] 1804: Über die Familie des Lykomedes in der Königlichen Preußischen Antikensammlung. 1808: De juvenis adorantis signo ex aere antiquo hactenus in regia Berolinensi nunc autem Lutetiae Parisiorum conspicuo; 1820: Amor und Ganymedes die Knöchelspieler. Zur Erläuterung eines alten Kunstwerks in dem königlichen Schlosse zu Charlottenburg bei Berlin; (auch) 1826: Jupiter Imperator in einer antiken Bronze des königlichen Museums der Alterthümer zu Berlin.

[41] Im Fall der Famlie des Lykomedes kommt die Bemühung um die Klärung der Fundgeschichte und der Provenienz hinzu (vgl. SBBPK, Haus 2, Handschriftenabteilung, Ni 45: Brief Levezows an Friedrich Nicolai, 27.2.1803).

[42] Borbein 1979, S. 113.

[43] Borbein 1979, S. 114; Simson 1996, S. 471, 474f.

[44] Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen, 1801, S. 1172-1175.

[45] Göttingische gelehrte Anzeigen, 1804, S. 915-920, hier S. 916.

[46] Neue Berlinische Monatschrift herausgegeben von Friedrich Biester, 11/1804, S. 374-386, hier S. 377.

[47] Urlichs in ADB, S. 504; Borbein 1979, S. 113 (s. o.); Simson 1996, S. 471.

[48] 1803: Kunstschätze des Königlichen Hauses.

[49] 1804: Über die Familie des Lykomedes, Vorrede, S. I: Levezow fordert die Vereinigung der Antiken "zu einer einzigen und leichter zugänglichen und leichter zu übersehenden Sammlung".

[50] 1808: De iuvenis adorantis.

[51] Vgl. 1808: De iuvenis adorantis, Vorwort, ohne Seitenzählung: Erwähung der Unterstützung durch Millin, und daß Millin ihn zu der Abhandlung aufforderte.

[52] NND, S. 867.

[53] Göttingische gelehrte Anzeigen, 1804, S. 2003.

[54] Nach den Nennungen in den Schriften Levezows. Die im NND, S. 867 angeführte, vielleicht von Millin in napoleonischer Zeit initiierte Au_ftnahme in eine Pariser gelehrte Gesellschaft oder Akademie ist nicht nachweisbar, aber sehr wohl möglich. Eine Nennung dieser Mitgliedschaft in deutschen Publikationen, zumal nach 1814, könnte Levezow als nicht opportun erschienen sein

[55] SBBPK, Handschriftenabteilung, Haus 2, Ni 45: Levezow an Nicolai, 18.3.1804.

[56] GStAPK I. HA Rep 76 alt, ältere Oberbehörden ..., III, Nr. 88, Bl. 118f: Levezow an das Kuratorium der Akademie, 3.6.1805: Nachfrage, ob seine Geschichte der Akademie eine positive Au_ftnahme beim Kuratorium gefunden habe.

[57] Reelfs in NDB, S. 393.

[58] Kat. Schadow 1994, S. 48 (M. Peschken-Eilsberger). Dargestellt sind in vier Szenen die Entwicklung der griechischen Bildhauerkunst und die Förderung der Künste durch Mäzene.

[59] 1805: Iphigenia in Aulis, S. 1: "Zum erstenmal aufgeführt auf dem königlichen Nationaltheater in Berlin, am 3ten August 1804, zur Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Königes."

[60] 1806: Über die Wahl des Stoffes zu einem großen historischen Drama. Bruchstück einer Abhandlung über die Frage: Kann Luther in ästhetischer Hinsicht dramatisch dargestellt werden?

[61] Im Reichsanzeiger vom 31.12.1803 machte die Vaterländisch-literarische Gesellschaft in Mansfeld bekannt, Luther zum Reformationsjubiläum 1817 "ein seiner Größe und menschlicher Dankbarkeit würdiges Monument" errichten zu wollen. Den entscheidenden finanziellen Anschub gab im März 1804 Friedrich Wilhelm III., woraufhin die Gesellschaft die Bestimmung des siegreichen Entwurfs nach Berlin gab. Im Winter 1804/05 fand dann eine interne Vorentcheidung statt, aus der Akademiedirektor Weitsch siegreich hervor ging (nach Kat. Klenze 2000, S. 206-208).

[62] 1808: De iuvenis adorantis. Nach Urlichs in ADB, S. 504 steht Levezows Vermutung, daß die Statue nach einem Werk des Kalamis (Kallimachos?, Ende 5. Jahrhundert) gearbeitet sei, auf "schwachen Füßen".

[63] Der Verkaufserlös der Schrift ging an die Luisenstiftung. Anlaß für den Auftrag bildete ein Besuch Luises und Friedrich Wilhelms III. 1800 im Haus des Salzfaktors. Das Relief wurde 1812 in der Gesellschaft der Humanität und der Akademie-Ausstellung von 1814 gezeigt. Für eine geplante, aber nicht zustande gekommene Ausführung im Stich fertigte Buchhorn eine Zeichnung an. Ende 1814 wurde das Relief an Pilegaard geliefert, der, in Geldnot geraten, es 1818 an Friedrich Wilhelm III. verkaufte. Friedrich Wilhelm ließ es dann im Königsstuhl der Paretzer Dorfkirche anbringen, wo es sich noch heute befindet. (Schadow 1849/1987, Bd. 2, S. 523f.; Kat. Schadow 1994, S. 281f).

[64] 1823: Einige Bemerkungen über die Entstehung einer angeblich an der Pommerschen Küste gelegenen großen Handelsstadt, Namens Vineta. S. 29, Anm. 1 gibt Levezow an, daß der Aufsatz am 18.5.1811 in der Versammlung der Gesellschaft der Freunde der Humanität zu Berlin gelesen wurde.

[65] 1814: Erinnerungen an einige Ursachen und Wirkungen der Denkmäler großer Männer: in Beziehung auf ein Denkmal Friedrichs des Zweiten; und für ein Denkmal der Rettung Berlins und seiner Nachbarn im Jahre 1813. Zwei Reden gehalten am 25. Januar 1812 und am 22. Januar 1814 am Stiftungsfeste der Gesellschaft der Freunde der Humanität in Berlin.

[66] Ein bis zum Januar 1814 oder auch später entstandener Entwurf oder ein Modell zu einem Denkmal der Rettung Berlins und seiner Nachbarn im Jahre 1813 von der Hand Schadows konnte nicht nachgewiesen werden. Die Order Friedrich Wilhelms III. an Schinkel, Entwürfe zu liefern für "einen prächtigen Dom, Dankdenkmal für Preußen, in Berlin zu errichten", erging erst ein halbes Jahr nach dem Vortrag, Levezows, im Juni 1814 (vgl. Kat. Schinkel 1980, S. 84).

[67] Göttingische gelehrte Anzeigen, 1814, S. 1670-1672.

[68] 1818: Vorwort zur ersten Ausgabe von Göthe's: des Epimenides Erwachen, Festpiel.

[69] Bei Epimenides handelt es sich um einen legendären griechischen Priester und Seher, der in einem 57 Jahre dauernden Schlaf gefallen sein und später ein Bündnis zwischen Athen und Knossos gestiftet haben soll.

[70] 1814: Arien und Gesänge aus: Die Fischer bei Kolberg, vaterländisches Schauspiel mit Gesang in 2 Akten.

[71] 1815: Abschied von der Heimath oder die Heldengräber bei Großbeeren: ein Schauspiel mit Gesang in einem Akt; zur Feier des am 23sten August 1813 bei Großbeeren erfochtenen Sieges.

[72] 1815: Des Epimenides Urtheil. Ein Festspiel in 1 Akt, zur Feier des Sieges bei la Belle Alliance und des Einzuges der Verbündeten in Paris.

[73] 1815: Am dreizehnten Julius 1815.

[74] 1816: Am 18ten Januar, zur Feier des Krönungs- und Friedens-Festes im Opernhause.

[75] 1816: Am neunzehnten Oktober zur Jahresfeier für die Völkerschlacht bei Leipzig.

[76] 1817: Oratio de christianae ecclesiae instauratione humanitatis studiis praeparata et munita.

[77] 1817: Beschreibung der Denkmünze der Stadt Berlin auf den Fürsten Blücher von Wahlstadt.

[78] 1817: Phidias oder die Begeisterung des Künstlers; 1819: Die Baukunst.

[79] 1819: Die Baukunst.

[80] Kat. '... und abends in Verein' 1983, S. 162 (I. Preuß). Dort auch näheres zum Festablauf.

[81] Kat. '... und abends in Verein' 1983, S. 154 (I. Preuß).

[82] 1817: Phidias, oder die Begeisterung des Künstlers.

[83] Kat. '... und abends in Verein' 1983, S. 165 (I. Preuß).

[84] Kat. '... und abends in Verein' 1983, S. 253f. Kat.-Nr. 252.

[85] 1819: Ratibor und Wanda.

[86] 1823: Innocentia. Möglicherweise auf Innocentia bezieht sich eine Passage in einem Brief Levezows vom 22.6.1822, in der er einer (ungenannten) "hochgeehrte[n] Freundin" über sein neues Stück mitteilt, daß er den "Flug der Phantasie ins romantische Land gewagt" und Brühl die Aufführung versprochen habe (Landesarchiv Berlin, Rep. 241, Bd. 2, Acc. 628).

[87] 1828: Albrecht Dürer. Lyrische Dichtung zur Gedächtniß-Feier des Künstlers in Berlin.

[88] Zur Berliner Dürerfeier siehe BerlinerKunst-Blatt 1828, S. 111-130.

[89] Vgl. Berliner Kunst-Blatt 1828, S. 36.

[90] Die Gesetzlose Gesellschaft wurde am 4. November 1809 gegründet. Die hier gemachten Angaben finden sich auf den von Herbert Voß im Internet unterhaltenen Seiten zur Gesetzlosen Gesellschaft.

[91] Simson 1996, S. 251f. Vgl. auch Toelken 1828, S. 241: "Die Erfindung rührt im Wesentlichen her von Herrn Professor Levezow".

[92] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20435, Bl. 76: (Geheimer Kabinettsrat) Albrecht an Staatsminister Altenstein, 14.3.1820: Den Anträgen Henrys und Levezows gemäß, wird Levezow die Adjunktion auf die Stelle des Direktors der Kunst-, Antiken- und Münzkammer Henrys erteilt. Siehe auch: SMBPK, Zentralarchiv, I/KKM 33, Bl. 2: Henry an Hardenberg/Maltzahn[?], ohne Datum: Bitte um die Anstellung eines Adjunktus (Levezow), "ohne Gehalt, doch mit Anwartschaft" (auf die Direktorenstelle).

[93] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20435, Bl. 93-97: Altenstein an Friedrich Wilhelm III., 21.2.1821; Bl. 98: Friedrich Wilhelm III. an Altenstein, 27.2.1821: Friedrich Wilhelm III. hält einen zweiten Aufseher der Kunst-, Antiken- und Münzkammer nicht für notwendig.

[94] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20435, Bl. 120-121: Altenstein an Albrecht, 1.2.1823.

[95] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20439, Bl. 1-3: Altenstein an Friedrich Wil-helm III., 25.5.1824 (mit Bezug auf: I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20435, Bl. 76, s. o.).

[96] Ebd.

[97] Ebd.

[98] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20439, Bl. 5: (Geheimer Kabinettsrat) Albrecht an Altenstein, 12.6.1824.

[99] Ebd.

[100] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20439, Bl. 12: Altenstein an Friedrich Wil-helm III., 9.7.1827: Antrag; Bl. 13: 29.7.1827: Genehmigung der Gehaltserhöhung.

[101] Kat. Facetten einer Epoche 1981, S. 448.

[102] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20435, Bl. 313: Friedrich Wilhelm III. an Altenstein, 10.11.1829, Abschrift: Versetzung Henrys in den Ruhestand.

[103] Siehe Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin auf das Jahr 1826; und: Adreß-Kalender für die Königl. Haupt- und Residenz-Städte Berlin und Potsdam auf das Jahr 1830.

[104] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20439, Bl. 24: Altenstein an Friedrich Wil-helm III., 23.12.1828; und Bl. 25: Genehmigung der Mietbeihilfe. Die Bibliothek Levezows muß tatsächlich von einigem Umfang gewesen sein. Zur Auktion seiner Bibliothek erschien das gedruckte Verzeichnis der von Konrad Levezow hinterlassenen Büchersammlung, welche im August 1836 versteigert worden ... (Nachgewiesen im Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, vermißt.) Handschriftliche Auszüge aus dem Katalog finden sich in SMBPK, Zentralarchiv, I/KKM 06, Nr. 1049: Ledebur an Brühl: Auszug aus dem Versteigerungskatalog der Bibliothek Levezows, Erwerbungsvor-schläge für das Museum; und: Nr. 1108: 3.11.1836: Übergabe der auf der Auktion ersteigerten Bücher aus der Bibliothek Levezows.

[105] SMBPK; Zentralarchiv VII.3.b., Bl. 9: Altenstein, Berlin, 25.11.1831, Abschrift: Bei Abwesenheit Brühls soll Schinkel den Vorsitz führen.

[106] SMBPK; Zentralarchiv VII.3.b., Bl. 11-12: Altenstein, Berlin, 25.11.1831, Abschrift. Siehe auch Vogtherr 1997, S. 215-221, Organisationsstruktur den Ämter.

[107] Vogtherr 1997, S. 221-224.

[108] Vogtherr 1997, S. 224, 227-230.

[109] 1828/29: Über die freiherrlich von Kollerschen Sammlungen klassischer Alterthümer, als neueste Bereicherung des königl. Museums der Alterthümer zu Berlin. Der Vortrag fand am 1.12.1828 statt.

[110] Vogtherr 1997, S. 173. Siehe auch Vogtherr 1997, S.176-178, Einrichtung des Antiquariums im Untergeschoß des Museums.

[111] GStAPK I. HA Rep 89, Geheimes Zivilkabinett, Nr. 20439, Bl. 1-3: Altenstein an Friedrich Wilhelm III., 25.5.1824.

[112] 1822: Über die Königlich Preußischen Sammlungen der Denkmäler alter Kunst; 1825: Über die Königlich-Preußischen Sammlung der Denkmäler alter Kunst. Erster Nachtrag; 1828: Über die neuesten Vermehrungen der Königlich Preussischen Sammlungen der Denkmäler alter Kunst. Die Kataloge erschienen auch lose.

[113] 1826: Verzeichniss der geschnittenen Steine in dem Königlichen Museum der Alterthümer zu Berlin.

[114] 1830: Übersicht über die Gallerie der bemalten altgriechischen Vasen im Königlichen Museum zu Berlin.

[115] 1834: Verzeichniss der antiken Denkmäler im Antiquarium des Königlichen Museums zu Berlin. Erste Abtheilung: Gallerie der Vasen.

[116] BBAW, Archiv, II-V, 13, Gesamtsitzungs-Protokolle 1832, Bl. 6, 9, 37 Zusammen mit Levezow wurde die Au_ftnahme von Ritter, Hoffmann und Ranke zu ordentlichen Mitgliedern der phil.-hist. und die von Dirichlet und Rose zu ordentlichen Mitgliedern der math.-naturwissenschaftlichen Klasse be-stätigt.

[117] BBAW, Archiv, II-V, 13: Gesamtsitzungs-Protokolle 1832, Bl. 39ff.; II-V, 14: Gesamtsitzungs-Protokolle 1833; II-V, 15: Gesamsitzungs-Protokolle 1834; II-V, 16: Gesamtsitzungs-Protokolle 1835. II-V-144: Sitzungs-Protokolle der phil.-hist. Klasse, Dezember 1829 bis April 1832; II-V-145: Sitzungs-Protokolle der phil.-hist. Klasse, Mai 1832 bis 1836.

[118] II-V, 13: Gesamtsitzungs-Protokolle 1832, Bl. 63: 12.4.1832: Aus der physikalisch-mathematischen Klasse sind 17 der 22 ordentlichen Mitglieder anwesend, aus der phil.-hist. 13 der 20.

[119] 1802: Fragmente einer Geschichte des Schlosses Marienburg in Preußen; 1803: Vorbericht (zu dem Tafelwerk Schloß Marienburg in Preußen).

[120] 1823: Einige Bemerkungen über die Entstehung einer angeblich an der Pommerschen Küste gelegenen großen Handelsstadt, Namens Vineta.

[121] 1834: Über mehrere im Großherzogthum Posen in der Nähe der Netze gefundene uralt griechische Münzen.

[122] 1835: Über die Ächtheit der sogenannten Obotritischen Runendenkmäler zu Neu-Strelitz.

[123] Vgl. Borbein 1979, S. 114.

[124] Ausführlich Borbein, 1979, S. 114, mit weiterführender Literatur.

[125] Ebd.


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