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Tätigkeiten, Schriften und Werke

(Schriften sind kursiv gesetzt.)

1776

Geboren am 20. Juni in Berlin.

1778

Geburt des Bruders Franz Ludwig. Schulbesuch, Lehre beim Berliner Ofenfabrikanten Höhler und in dessen Betrieb beschäftigt. Feldmesserprüfung.

1797/98    

Kondukteur beim Bau der Schleusen des Bromberger Kanals.

1800    

Beteiligung an der Berliner Akademie-Ausstellung: »Aus der Höhlerischen Ofenfabrik«, Kat.-Nr. 332 »Eine große reichverzierte Vase, 2 Fuß 10 Zoll hoch.«, Kat.-Nr. 333 »Zwei Etrurische Gefäße, 2 F. hoch.«, Kat.-Nr. 334 »Eine Schale, 1 F. hoch.«, Kat.-Nr. 335 »Vierzehn Blumengefäße, theils mit gemalten Blumen, theils mit Inschriften und allegorischen Gemälden. Einige von 1 Fuß und einige von 7 Zoll Höhe.
Bezeichnung als »Architekt«.
Im November Ernennung zum Akademischen Künstler.

1801    

Gründung der »Fabrik von musivischen Stuck-Arbeiten«, zusammen mit Franz. Die »Geschäftsniederlage« befindet sich Berlin, Friedrich-stadt, Ecke Charlotten-/Zimmerstraße, Hausnummer 25, par Terre«. Erscheinen von: Anzeige von einer Fabrik von musivischen Stuck-Arbeiten (zusammen mit Franz).

1801/02    

Lieferung von Erzeugnissen der »Fabrik von musivischen Stuck-Arbeiten« zur Ausstattung des Weimarer Schlosses. Einrichtung einer Gipsmühle dort und Ausführung von Stuckierungsarbeiten.

1802    

Erscheinen von: Vorschläge über die Verbesserung der Schauspielhäuser.
Bau des Welperschen Baudehauses am Ufer der Spree in Berlin (Ansicht im Märkischen Museum Berlin, Graphische Abteilung).

1803    

Arbeiten der »Fabrik von musivischen Stuck-Arbeiten« zur Ausstat-tung des Schreibzimmers des Königs im Kronprinzenpalais, Berlin, Unter den Linden.

1804    

Arbeiten der »Fabrik von musivischen Stuck-Arbeiten« zur Ausstattung der Blauen Paradekammer (Coursaal) und des Etruskischen Kabinetts (nach Entwürfen von Franz) im Potsdamer Stadtschloss (Ansichten, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg).
Beteiligung an der Berliner Akademie-Ausstellung mit Erzeugnissen »Aus der Musiv-Stuck-Fabrik des Herrn Louis Cattel.«, Kat.-Nr.518: »Ein Plateau mit drei Vasen«.

1804/05    

Einrichtung einer Ziegelei und Ausführung von Bauten auf den Gü-tern des Kanonikus von Treskow zu Owinsk an der Warthe bei Posen.

vor 1806    

Reise in die Niederlande und nach Holland.

1806    

Erscheinen von: Vorschläge zu einigen wesentlichen Verbesserungen der Fabrikation der Ziegel.
Beteiligung an der Berliner Akademie-Ausstellung mit Erzeugnissen »Aus der musivischen Stuck-Fabrik der Herren Gebrüder Catel«; Kat.-Nr. 402: »Verschiedene Postamente, Vasen und Tischplatten, unter einer Nummer.«; und einem in Arbeitsteilung erstellten Entwurf zu einem Friedrichsdenkmal auf dem Großen Stern im Berliner Tiergarten: »Von Herrn Franz Catel«, Kat. Nr. 448 »Perspektivische Zeichnung in Aquarell-Farben eines Denkmals für Friedrich den Großen. Nach der Erfindung und der architektonischen Anordnung des Architekten Herrn Louis Catel; 2 Fuß hoch, 3 Fuß 8 Zoll breit.«, Kat.-Nr. 449 »Der Grundriß dieses Denkmals.«

1807    

Franz reist mit Dekorationsaufträgen nach Frankreich, während Louis gut an die französischen Besatzer verkauft und aufgefordert wird, seine »Fabrik« nach Paris zu verlegen.
Wahrscheinlich unternimmt Louis zusammen mit Franz eine Parisreise.

1808    

Erscheinen von: Guther Rath für denjenigen Landmann; und: Über die zweckmäßigste Organisation des öffentlichen Bauwesens in einem Staat.

1809 - 11    

Mitarbeit an der Einrichtung von Zimmern im Braunschweiger Schloss.

1810    

Beteiligung an der Berliner Akademie-Ausstellung; »Herr Architekt Louis Catel, akademischer Künstler«, Kat.-Nr. 392: »Vier Zeichnungen zu einem Denkmale der verewigten Königin Luise.«
Gründer des Luisenstifts?

um 1810?    

oder später, Wohnhäuser für den Wiederaufbau des Dorfes Löwenberg.

1811    

Erscheinen von: Beschreibung der in dem Königlichen Schlosse zu Braunschweig neu eingerichteten Zimmer (deutsch und französisch).

1811/12    

Italienreise mit seiner Frau Friederike Henriette Schiller und Franz.

1814    

Erscheinen von: Der Helepol der Neuern.
Idee zur Gründung des Berlinischen Künstler-Vereins.
Beteiligung an der Berliner Akademie-Ausstellung, »Herr Ludwig Catel, Architekt.«, Kat.-Nr. 257: »Entwurf zum Wiederaufbau der St. Petri Kirche auf dem Grund ihres alten Gemäuers. Zwei perspektivische Zeichnungen in Sepia, das Innere und Äußere, nebst dem Grundrisse und Durchschnitte.« (mit Erläuterungen); Kat.-Nr. 258: »Entwurf eines National-Denkmals, von Berlins Einwohnern ihren Befreiern gewidmet. Eine Zeichnung nebst den dazugehörenden Details und dem Anschlage.« (mit Erläuterungen); Kat.-Nr. 259: »Entwurf und Zeichnung zu einem zu erbauenden Landhause in gothischem Styl mit einem Orangerie-Saal und damit verbundener Wohnung. Perspektivische Zeichnung in kolorirten Farben, nebst allen zum Bau erforderlichen Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten.«

um 1815    

Errichtung einer Orangerie in Verbindung mit einem Wohnhaus für den »Gilde-Ältesten« C. P. Mö[h]ring in Berlin-Pankow.

1815    

Erscheinen von: Grundzüge einer Theorie der Bauart Protestantischer Kirchen; und: Umriß eines Systems der Vertheidigungs- und Befestigungskunst.

1815 - 17    

Stuck- und Stucco-Lustro-Arbeiten für das Palais Prinz August, Berlin, Wilhelmstraße 65.

1816    

Erscheinen von: Museum. Begründet, entworfen und dargestellt nach seiner Urform; und: Theoretische und praktische Erörterung über das Verhältniß der Strom-Profile zu den darüber zu wölbenden Brücken- und Kanal-Bögen.
Beteiligung an der Berliner Akademie-Ausstellung, »Herr Ludwig Catel. Baumeister und akademischer Künstler«, Kat.-Nr. 256: »Vier Zeichnungen. Grundrisse, Aufrisse, Durchschnitte und Details aus einem Museum, begründet, entworfen und dargestellt von dem Verfas-ser, nach der Urform des Museums, welche in beiliegender Schrift, dem Urtheile der Künstler und Kunstfreunde zur Prüfung vorgelegt ist.« (siehe 1816: Museum.); Kat. Nr. 257: »Zwei perspektivische Zeichnungen. Grundrisse und Durchschnitte von einem Theater für die neuere Schauspielkunst.« (mit Erläuterungen); Kat.-Nr. 258: »Zwei Zeichnungen. Grundriß, Aufriß und W Durchschnitt zu einem kleineren Theater, für eine mittlere Handels- und Provinzial-Stadt , auf Actien zu erbauen.« (siehe 1802: Vorschläge über die Verbesserung der Schauspielhäuser; und 1818: Darstellung eines Schauspielhauses.).
Einrichtung einer Ziegelei in der Umgebung von Berlin.

1817    

Erscheinen von: Die Heizung mit Wasser-Dämpfen; und: Vorschlag zu einem neuen Baue der Sankt Petrikirche in Berlin. Bezeichnung als »Professor«.

1818    

Wohnhaft Berlin, Schlossplatz Nr. 3.
Erscheinen von: Darstellung eines Schauspielhauses.
Beteiligung an der Berliner Akademie-Ausstellung, »Aus der Marmor-Stuck-Fabrik des Herrn Prof. Catel.«, Kat.-Nr. 468: »Drei große hetrurische Vasen von Stuck, mit eingelegten Verzierungen.«; Kat.-Nr. 469: »Zwei kleinere.«; Kat.-Nr. 470: »Ein Ofenaufsatz, von Stuck-Marmor, mit eingelegten Verzierungen.«; Kat.-Nr. 471: »Eine Tisch-platte, ebenso.«; Kat.-Nr. 472: Ein Postament von Giallo antiko.«; Kat.-Nr.: 473: »Ein Postament mit Greifen.«; Kat.-Nr. 474: »Ein Postament von Verde antico.«; Kat.-Nr. 475: »Zwei Blumengefäße, eingelegt.«; Kat.-Nr. 476: »Eine kleine Vase.«.

1819    

Gestorben am 15. November in Berlin, bestattet auf dem Friedhof der Französischen Gemeinde in der Chausseestraße in Berlin.

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