2.1.3. Bürgerlicher Luxus
"Ein mäßiger Luxus ist aber für das Wohl des Staates eben so unentbehrlich als die Bewegung für die Gesundheit des Körpers; man hat daher in Berlin nicht Ursache, über seine schädlichen Folgen zu klagen." [112]
Eng verbunden mit dem Begriff des Geschmacks erscheint vornehmlich in der zeitgenössischen beschreibenden Literatur und den Zeitschriften der Begriff des bürgerlichen "Luxus", und zwar mit verschiedenen Konnotationen. Charakteristische Beispiele hinsichtlich Berlins liefern die Äußerungen seiner Historiographen unter den entsprechenden Paragraphen.[113] Im Hinblick auf die Innenraumdekoration,[114] mehr aber noch hinsichtlich der Inneneinrichtung[115] der bürgerlichen Wohnungen in Berlin sei noch auf das Folgende hingewiesen:
(J. H. F. Ulrich), Bemerkungen eines Reisenden durch die Königlich Preussischen Staaten in Briefen, Altenburg 1799, I. Theil, 35. Brief, S. 559f.
Friedrich Justin Bertuch, Ueber den Luxus in Berlin, in: Journal des Luxus und der Moden 2.1787, S. 399-415.
Daniel Jenisch, Berlin. Eine Satyre, in: Berlinisches Archiv der Zeit und ihres Geschmacks 1.(1.)1795, S.515-534.
Berichtigung, in: Der Berlinische Anzeiger, 1.1796, No. 12, S. 302f.
Beiträge zur Charakteristik der Einwohner Berlins, in: Berlin 1.(1.)1799, S. 9-21 und S. 125-137.
Ein Brief an den Herausgeber dieser Zeitschrift, die Charakteristik der Einwohner Berlins betreffend, in: Berlin 1.(2.)1799, S. 15-21.
[112] Rumpf 1793, S. 139.
[113] Zu "Luxus" vgl. Rumpf 1799, S. 140f., Rumpf 1804, S. 338f., Gädicke 1806, S. 365f. und Mila 1829, S. 403.
[114] Hinsichtlich einer unter diesem Gesichtspunkt bisher noch nicht geleisteten Auswertung hauptsächlich der biographischen Literatur um 1800 vergleiche die ersten Ansätze hierzu in: Köhler 1954 und Stengel 1958.)
[115] Vergleiche Fßn.darüber und darüber hinaus böte Aufschluß bezüglich der Einrichtung (Möbel, Zierrat etc.) eine Auswertung der Annoncen in den berlinrelevanten Zeitschriften sowie: Kaufmännisches-Adreß-Buch 1801 und Gädicke 1803. Vgl. hierzu auch hinsichtlich der historischen Fakten die neuere Literatur: Schmoller 1888, Wiedfeldt 1898, Rachel 1931 und Büsch 1971 I.