Friedrich August Calau: Der Opernplatz, um 1810, Aquatinta Besitz und Fotografie: Stiftung Stadtmuseum Berlin
 

Johann Christian Gädicke - Buchhändler, Publizist und Verleger

Geboren am 14. Dezember 1763 in Berlin, macht sich Gädicke (auch Gaedicke oder Gädike) 1779 als Buchhändler selbständig. Als Inhaber der gemeinsam mit seinen Brüdern betriebenen Firma "Gebrüder Gädicke" siedelt er sich 1790 in Weimar an, wo er auch Associé des dortigen Industrie-Comptoirs wird. 1798 erhält er den Titel eines Herzoglich Sächsisch-Weimarischen Kommissionsrats.

1804 wechselt Gädicke als Buchhändler, -drucker und -verleger nach Berlin, wo er heiratet, Kinder bekommt und bis zu seinem Lebensende arbeitet. 1811 hat er das Amt des Logis-Commissarius' und Castellans der Berliner Universität inne. Die Erfahrungen seiner langjährigen aktiven Mitgliedschaft in der Freimaurerloge nutzt er 1818 zur Herausgabe eines "Freimaurer-Lexicons", woraufhin ihm von seiten der Großen National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" 'Geheimnisverrat' vorgeworfen wird.

1822 erhält Gädicke, der eine Vielzahl populärer ökonomischer Schriften publizierte, die Ehrenmitgliedschaft der Leipziger Öconomischen Societät. Er stirbt am 21. Oktober 1837.