Ferdinand Dümmler - Verleger
Friedrich Heinrich Georg Ferdinand Dümmler wurde am 23. Oktober 1777 in Batgendorf bei Cölleda in Thüringen als Sohn eines Predigers geboren. 1798, nach Abschluß seiner Ausbildung in Leipzig, fand er Anstellung in der Lange'schen Buchhandlung in Berlin. 1804 wechselte Dümmler als Geschäftsführer und stiller Compagnion der Dieterich'schen Buchhandlung nach Göttingen. Im Frühjahr 1813 meldete sich der 35jährige zum Lützowschen Freikorp und geriet im Juni 1813 in Gefangenschaft, die bis zum 21. April 1814 andauerte.
Zum 1. Januar 1815 übernahm Dümmler die Buchhandlung Julius Eduard Hitzigs und heiratete fünf Monate später Caroline Friederike Reinhardt, die ihm sieben Kinder gebar. Caroline Friedrike war die Schwester der Ehefrau des Verlegers Georg Andreas Reimer.
Die Buchhandlung Dümmler, die Unter den Linden 19 zu finden war, verlegte unter anderem die Schriften der Akademie der Wissenschaften in Kommission.
In den 1820er Jahren wurde Ferdinand Dümmler in die Berliner Stadtverordnetenversammlung gewählt. Von 1842 bis zu seinem Tode am 18. März 1846 war er zudem als unbesoldeter Stadtrat tätig.