Friedrich Wilhelm von Thulemeier, Justizminister
Geb. 9. April 1735, gest. 6. Juli 1811.
I. Genealogie
Vater: |
Wilhelm Heinrich (1683-1740), Staats- und Kabinettsminister unter Friedrich Wilhelm I. |
II. Adressen in Berlin
ab 1794 |
Rüksches Haus, Unter den Linden |
ab 1796 |
Haus der Generalin Saldern, Unter den Linden |
1801 |
Behrenstraße 47 |
1806 |
zunächst (?) Verbleiben in Berlin |
III. Teilnahme an Formen bürgerlicher Öffentlichkeit
Thulemeier verfügt über eine Musikaliensammlung, die er testamentarisch an das Joachimsthalsche Gymnasium vermacht.
IV. Kurzbiographie
1755 |
Eintritt als Legationsrat in die Pépinière des Departements der auswärtigen Angelegenheiten am 29. April. |
1763 |
24 Jahre lang fungiert v. Thulemeier als königlicher Gesandter in Holland. |
1787 |
Thulemeier wird am 1. Dezember nach Berlin zurückgerufen. |
1793 |
Berufung zum Wirklichen Geheimen Staats- und Justizminister am 2. Dezember; Ernennung zum Chef des Geistlichen Departements (Evangelisch-Reformierte Kirchen- und Schulsachen), des Französischen Departements sowie - gemeinsam mit Goldbeck - des Pfälzer Koloniedepartements. Thulemeier wird Präsident des Evangelisch-Reformierten Kirchendirektorium und der Mons Pietas und leitet schließlich das Französische Direktorium und das Obergericht. |
V. Literatur und Quellen
Literatur
Jacobs, Rudolf: Thematischer Katalog der Thulemeier'schen Musikalien-Sammlung in der Bibliothek des Joachimsthal'schen Gymnasiums zu Berlin. Beilage zu den Monatsheften für Musikgeschichte 1898/99, Leipzig 1899.
Klaproth, C. A. L.: Verzeichnis der Wirklichen Geheimen Staats-Minister und der Geheimen Staats-Sekretairen, in: Ders: Der Kgl.-Preußische und Churfürstlich Brandenburgische Wirklich Geheime Staats-Rath, Berlin 1805, S. 522-524.
Nachlaß
1759-1788; umfangreiche diplomatische Korrespondenz aus der Zeit seiner Gesandtschaft in Den Haag; 1934 GStA Berlin; 1954 Dt. Zentralarchiv, Abt. Merseburg.