Friedrich August Calau: Der Opernplatz, um 1810, Aquatinta Besitz und Fotografie: Stiftung Stadtmuseum Berlin
 

Heinrich Gottlieb von Kannewurff, Oberkriegskollegium, Chef des Militärdepartements beim Generaldirektorium

Geb. 10. September 1726 in Klein-Neuhausen (Thüringen),
gest. 25. Januar 1799 in Berlin.

I. Genealogie

Vater:

Hans Rudolf (1687-1740), Gutsbesitzer

Mutter:

Sophie Auguste Katharina, geb. von Wurmb

Ehefrau:

Magdalene Sophie (1747-1822), geb. von Parsenow (Heirat 1769)

Kinder:

Karl Peter Heinrich (1770-1792), Sekondeleutnant


Ernst Friedrich Philipp (1773-1813), Landrat


Sophie Charlotte Karoline Dorothea (geb. 1775), verh. mit Oberst Friedrich v. Caprivi


Barbara Henriette Luise (geb. 1777), verh. mit Karl von Rehdiger, preußischer Geheimer Staatsrat


Philippine Sophie Friederike (geb. 1780), heiratete nach dem Tode ihrer Schwester Barbara Karl von Rehdiger

II. Adressen in Berlin

1788ff.

Haus des Kaufmanns Nikolas, Markgrafenstraße am Gendarmenmarkt

ab 1790

Haus des Kaufmanns Jordan, Ecke Friedrichs-/Französische Straße

IV. Kurzbiographie

1743

Eintritt in den Militärdienst als Kadett. Später Teilnahme am 2. Schlesischen sowie am Siebenjährigen Krieg. Nach dem Ende des letztgenannten verfaßt Kannewurff Denkschriften zur Heeresorganisation.

1786

Erhalt des Ordens "Pour le mérite" aus der Hand Friedrichs II.

1787

Am 19. Juni wird Kannewurff als Gehilfe des Kriegsminister nach Berlin versetzt. Am 24. August befördert man ihn zum Generalmajor.

1792

In Abwesenheit des Obersten von Roeder übernimmt Kannewurff interimistisch die Inspektion über Armee-Einheiten in Potsdam und Treuenbrietzen.

1793-94

Kannewurff hält Revuen über die nicht in den Krieg gezogenen Berliner Regimenter. Am 29. Dezember 1794 wird ihm die Inspektion der magdeburgischen und märkischen Regimenter zugewiesen, so diese nicht im Feld stehen. Kannewurff hat am 4. Dezember den Vorsitz über das Kriegsgericht gegen den Generalmajor Wilhelm Friedrich Carl von Schwerin, dem man mangelhafte Führung des polnischen Feldzuges vorwirft.

1794

Ernennung zum Generalleutnant und Ritter des Roten Adlerordens.

1796

Am 29. Januar wird Kannewurff Direktor des 5. Departements im Oberkriegskollegium. Von der Pflicht als stellvertretender Generalinspekteur ist er nun entbunden. Ernennung zum wirklichen Staats- und Kriegsminister und Chef des Militärdepartements beim Generaldirektorium am 2. Februar. Zudem übernimmt er die Direktion des 1. Departements des Oberkriegskollegiums. Schließlich untersteht ihm die Aufsicht über das Potsdamer Waisenhaus.
Erhalt des Großen Roten Adlerordens.

V. Literatur und Quellen

Literatur

Priesdorff, Kurt: Artikel "Kannewurff", in: DBA.