Friedrich August Calau: Der Opernplatz, um 1810, Aquatinta Besitz und Fotografie: Stiftung Stadtmuseum Berlin
 

Julius Heinrich von Buggenhagen, Minister beim Generaldirektorium

Julius Heinrich von Buggenhagen, Minister beim Generaldirektorium

Geb. 18. September 1768 auf Gut Papitz bei Cottbus, gest. 18. November 1827.

I. Genealogie

Vater: Julius Ernst, Preußischer Wirklicher Geheimer Staatsminister

IV. Kurzbiographie

1777

Eintritt in den Militärdienst als Fahnenjunker. Auf Betreiben seines Vaters, der sich wünschte, daß sich sein Sohn einem Studium widmet, verläßt Buggenhagen jedoch kurz darauf die Armee. Gemeinsam mit seinem Vater reist er im August nach Cleve, wo Julius Ernst v. Buggenhagen zum Kammerpräsidenten ernannt worden war. Unterricht durch Privatlehrer.

1784

Besuch des königlichen Pädagogicums in Halle.

1787

Beginn eines Studiums an der Universität Halle.

1789

Wechsel an die Universität in Frankfurt/Oder. Nach Beendigung des dreijährigen Studiums geht Buggenhagen nach Cleve, um dort eine Stelle als Kammerreferendar anzutreten.

1793

Anstellung als Referendar beim Departement des Ministers v. Heinitz in Berlin, später Beschäftigung als Kammerassessor mit Sitz und Stimme in Küstrin.

1796

Das Gut Bärenkamp bei Dinslaken gelangt in Buggenhagens Besitz.

1797

Ernennung zum Kriegs- und Domänenrat in Küstrin. Noch im selben Jahr Ernennung zum Wirklichen Geheimen Staats- und Kriegsminister durch Friedrich Wilhelm II. (20. Juni). Nach dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms III. wird die General-Tabaksadministration, für die Buggenhagen beim Generaldirektorium zuständig ist, aufgelöst. Buggenhagen erhält keinen neuen Geschäftsbereich beim Generaldirektorium. Im Dezember wird Buggenhagen mit einer Pension in den Ruhestand versetzt; er zieht sich auf seine Güter bei Cottbus zurück.

1798

Buggenhagen wird auf eigenen Wunsch wieder bei der Kriegs- und Domänenkammer in Küstrin angestellt.

1802

Anstellung als Landrat im Kreis Wesel mit Sitz und Stimme bei der Cleveschen Kammer.

1809

Durch die Vereinigung seines Geschäftskreises mit dem Kreis Emmerich verliert Buggenhagen sein Landratsamt. In den Befreiungskriegen beteiligt sich Buggenhagen am Landsturm.

1816

Ernennung zum landrätlichen Kommissarius und zum wirklichen Landrat des Kreises Dinslaken (Kabinettsordre v. 16. Januar).

1823

Ernennung zum Landrat des neuen Duisburger Kreises, der die Kreise Dinslaken und Essen umfaßt (Kabinettsordre v. 17. September).

1824

Infolge der amtlichen Veränderung siedelt Buggenhagen nach Duisburg über.

1826

Erhalt des Roten Adlerordens (18. Januar).

V. Literatur und Quellen

Art. "Buggenhagen", in: DBA I. (Neuer Nekrolog der Deutschen 5 (1829).

Klaproth, C. A. L.: Verzeichnis der Wirklichen Geheimen Staats-Minister und der Geheimen Staats-Sekretairen, in: Ders: Der Kgl.-Preußische und Churfürstlich Brandenburgische Wirklich Geheime Staats-Rath, Berlin 1805, S. 538.