Friedrich August Calau: Der Opernplatz, um 1810, Aquatinta Besitz und Fotografie: Stiftung Stadtmuseum Berlin
 

Friedrich Wilhelm Graf von Arnim-Boitzenburg, Minister beim Generaldirektorium

Geb. 31. Dezember 1739 in Berlin, gest. 21. Januar 1801 in Berlin.
Konfession: evangelisch.

I. Genealogie

Vater:

Abraham Wilhelm (1713-1761), preußischer Staats- und Kriegsminister

Mutter:

Anna Elisabeth (1720-1741), Gfin von der Schulenburg, geb. v. Beetzdorf

Ehefrau:

Freda Antoinette, Baronesse von Cramm (Heirat 1764)

Kinder:

Friedrich Wilhelm Abraham, Kammerherr und preußischer Gesandter

II. Adressen in Berlin

Wilhelmstraße (eigenes Haus)

III. Teilnahme an Formen bürgerlicher Öffentlichkeit

  • Mitgliedschaft bei den Rosenkreuzern, Loge "Zum flammenden Stern" (nach Gerlach, in: Reinalter/Gerlach (1996), S. 212)
  • Ehrenmitgliedschaft der Akademie der Künste
  • Arnim-Boitzenburg besitzt "eine vorzügliche Sammlung von engländischen Kupferstichen." (Nach F. Nicolai, Beschreibung, 1786, Bd. 2, S. 833)

IV. Kurzbiographie

1759

Arnim bezieht die Universität in Göttingen.

1763

Ernennung zum Rat am Berliner Kammergericht.

1764

Rat und Assessor beim uckermärkischen Obergericht.

1764

Heirat mit Freda Antoinette, Baronesse von Cramm.

1768

Ernennung zum Geheimen Justizrat, zum Direktor (Vizedirektor: Ruppel-Kuhfuss) des uckermärkischen Obergerichts und des Pupillenkollegiums (19. Januar).

1776

Vize-Direktor bei der kurmärkischen Landschaft (1. Februar).

1780

Niederlegung der Ämter beim Obergericht.

1786

Erhebung in den Grafenstand durch Friedrich Wilhelm II. (2. Oktober); Ernennung zum "Wirklichen Geheimen Etats-, Kriegs und dirigierendem Minister und Vize-Präsident beim Generaldirektorium". Als Oberjägermeister ist er für das preußische Forstwesen zuständig.

1798

Niederlegung seiner politischen Aufgaben aus Krankheitsgründen. Arnim erhält den Roten Adlerorden. Er war auch Ritter des St. Johanniter-Ordens und Ehrenmitglied der Akademie der Künste.

V. Literatur und Quellen

Literatur

Großmann: Art. "Arnim"; in: ADB (1875), S. 566f.

Klaproth, C. A. L.: Verzeichnis der Wirklichen Geheimen Staats-Minister und der Geheimen Staats-Sekretairen, in: Ders: Der Kgl.-Preußische und Churfürstlich Brandenburgische Wirklich Geheime Staats-Rath, Berlin 1805, S. 485f.

Nachlaß

1. Teil: Versprengte Stücke aus der amtlichen Tätigkeit; Umf.: 0,05 lfd. m.; 1963 GStA Berlin.

2. Teil: Hauptmasse 1945 wahrscheinlich in Boitzenburg verblieben; nach 1945 wahrscheinlich ins Landeshauptarchiv Potsdam verbracht.