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zurück | Fenster schliessen | Drucken | 28.08.2008
 

Philipp Carl Graf von Alvensleben-Hundisburg,

Geb. 16. Dezember 1745 in Hannover, gest. 21. Oktober 1802 in Berlin.
Konfession: evangelisch.

I. Genealogie

Vater:

Gebhard August von Alvensleben

Mutter:

Dorothea Friederike Agnes, geb. von Hardenberg

unverheiratet


II. Adressen in Berlin

1792ff.

Vossisches Haus, Wilhelmstraße

ab 1798

Massowsches Haus, Unter den Linden

1800

Unter den Linden 7

III. Teilnahme an Formen bürgerlicher Öffentlichkeit

  • Ehrenmitgliedschaft der Akademie der Wissenschaften und der Künste seit 1787

  • Autor (kultur)historischer Abhandlungen

IV. Kurzbiographie

1770-74

Beschäftigung im preußischen Justizdienst; Referendar beim Kammergericht (1. Oktober 1770), Revisionstätigkeit in Prenzlow (1771), Magdeburg und Halberstadt, beim Stift Quedlinburg und beim Obergericht Stendal (1772).

1774-75

Hofkavalier bei der Prinzessin von Preußen; Funktion eines Deputierten der altmärkischen Stände zur Überprüfung und Ordnung des ritterschaftlichen Kreditwesens.

1775-87

Preußischer Gesandter in Dresden.

1787

Alvensleben schließt mit dem kursächsischen Minister v. Stutterheim eine Geheimkonvention in der bayrischen Erbfolgeangelegenheit ab.

1787

Ernennung zum Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Künste und Wissenschaften.

1788

Ernennung zum außerordentlichen Gesandten bei der Republik der Vereinigten Niederlande; Unterzeichnung der Präliminarien, die später zu einem Dreibund Preußens mit den Seemächten führen (13. Juni).

1789

Preußischer Gesandter in London.

1791

Ernennung zum wirklichen Geh. Staats-, Kriegs- und Kabinettsminister (1. Mai).

1792

Erhalt des Roten Adlerordens.

1798

Erhalt des Schwarzen Adlersordens.

1801

Nach dem Tod Finckensteins wird Alvensleben erster Kabinettsminister. Erhebung in den Grafenstand im Januar.

V. Literatur und Quellen

Werke (Auswahl)

Alvensleben, Philipp Carl: Versuch eines tabellarischen Verzeichnisses der Krieges-Begebenheiten vom Münsterschen zum Hubertusburger Frieden, Berlin (Rottmann) 1792; 64 S.
UB Augsburg

Alvensleben schrieb in französischer Sprache vielbändige Aufzeichnungen zur europäischen Kulturgeschichte seiner Zeit.

Literatur

Alvensleben, Udo v.: Artikel "Ph. K. Gf. v. Alvensleben" in: NDB, Bd. 1, Berlin 1953, S. 234-235.

Klaproth, C. A. L.: Verzeichnis der Wirklichen Geheimen Staats-Minister und der Geheimen Staats-Sekretairen, in: Ders: Der Kgl.-Preußische und Churfürstlich Brandenburgische Wirklich Geheime Staats-Rath, Berlin 1805, S. 506-510.

Quellen

Verzeichniss der von des ... Grafen von Alvensleben Excellenz hinterlassenen sehr ansehnlichen und vortrefflichen Büchern aus allen Theilen der Wissenschaften, welchen d. 31. Jan. (1803) ... versteigert werden sollen, Berlin 1802; 178 S.

Portrait

Kupferstich von H. Sintzenich (1795), nach A. Graff (1791).

Nachlaß

Im wesentlichen Geschäftsnachlaß 1775-1802. 1934 GStA Berlin; 1954 Deutsches Zentralarchiv, Abt. Merseburg.

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