Philipp Carl Graf von Alvensleben-Hundisburg,
Geb. 16. Dezember 1745 in Hannover, gest. 21. Oktober 1802 in Berlin.
Konfession: evangelisch.
I. Genealogie
Vater: |
Gebhard August von Alvensleben |
Mutter: |
Dorothea Friederike Agnes, geb. von Hardenberg |
unverheiratet |
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II. Adressen in Berlin
1792ff. |
Vossisches Haus, Wilhelmstraße |
ab 1798 |
Massowsches Haus, Unter den Linden |
1800 |
Unter den Linden 7 |
III. Teilnahme an Formen bürgerlicher Öffentlichkeit
Ehrenmitgliedschaft der Akademie der Wissenschaften und der Künste seit 1787
Autor (kultur)historischer Abhandlungen
IV. Kurzbiographie
1770-74 |
Beschäftigung im preußischen Justizdienst; Referendar beim Kammergericht (1. Oktober 1770), Revisionstätigkeit in Prenzlow (1771), Magdeburg und Halberstadt, beim Stift Quedlinburg und beim Obergericht Stendal (1772). |
1774-75 |
Hofkavalier bei der Prinzessin von Preußen; Funktion eines Deputierten der altmärkischen Stände zur Überprüfung und Ordnung des ritterschaftlichen Kreditwesens. |
1775-87 |
Preußischer Gesandter in Dresden. |
1787 |
Alvensleben schließt mit dem kursächsischen Minister v. Stutterheim eine Geheimkonvention in der bayrischen Erbfolgeangelegenheit ab. |
1787 |
Ernennung zum Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Künste und Wissenschaften. |
1788 |
Ernennung zum außerordentlichen Gesandten bei der Republik der Vereinigten Niederlande; Unterzeichnung der Präliminarien, die später zu einem Dreibund Preußens mit den Seemächten führen (13. Juni). |
1789 |
Preußischer Gesandter in London. |
1791 |
Ernennung zum wirklichen Geh. Staats-, Kriegs- und Kabinettsminister (1. Mai). |
1792 |
Erhalt des Roten Adlerordens. |
1798 |
Erhalt des Schwarzen Adlersordens. |
1801 |
Nach dem Tod Finckensteins wird Alvensleben erster Kabinettsminister. Erhebung in den Grafenstand im Januar. |
Werke (Auswahl)
Alvensleben, Philipp Carl: Versuch eines tabellarischen Verzeichnisses der Krieges-Begebenheiten vom Münsterschen zum Hubertusburger Frieden, Berlin (Rottmann) 1792; 64 S.
UB Augsburg
Alvensleben schrieb in französischer Sprache vielbändige Aufzeichnungen zur europäischen Kulturgeschichte seiner Zeit.
Literatur
Alvensleben, Udo v.: Artikel "Ph. K. Gf. v. Alvensleben" in: NDB, Bd. 1, Berlin 1953, S. 234-235.
Klaproth, C. A. L.: Verzeichnis der Wirklichen Geheimen Staats-Minister und der Geheimen Staats-Sekretairen, in: Ders: Der Kgl.-Preußische und Churfürstlich Brandenburgische Wirklich Geheime Staats-Rath, Berlin 1805, S. 506-510.
Quellen
Verzeichniss der von des ... Grafen von Alvensleben Excellenz hinterlassenen sehr ansehnlichen und vortrefflichen Büchern aus allen Theilen der Wissenschaften, welchen d. 31. Jan. (1803) ... versteigert werden sollen, Berlin 1802; 178 S.
Portrait
Kupferstich von H. Sintzenich (1795), nach A. Graff (1791).
Nachlaß
Im wesentlichen Geschäftsnachlaß 1775-1802. 1934 GStA Berlin; 1954 Deutsches Zentralarchiv, Abt. Merseburg.