Friedrich August Calau: Der Gendarmenmarkt mit dem alten Schauspielhause, um 1820, Aquatinta (Laurens und Thiele sculp.), Berlin bei L.W. Wittich, 17 x 12 cm Besitz und Fotografie: Stiftung Stadtmuseum Berlin
 

Urte von Berg

Caroline Friederike von Berg. Eine Freundin der Königin Luise von Preußen

Um das Jahr 1800 wählte die junge Königin die um sechzehn Jahre ältere
Frau von Berg zur Freundin. Tatsächlich konnte Caroline ihr die ersehnte
geistige Anregung und Bildung vermitteln, besonders, da sie nicht
belehrend auftrat. In den Jahren der Not wurde Caroline von Berg dann
zur unentbehrlichen Trösterin und moralischen Stütze, wie die Briefe der
Königin eindrucksvoll zeigen.
Doch legte Frau von Berg wert auf ihre Unabhängigkeit - sie folgte nicht
dem Hof nach Königsberg, sondern führte am Tiergarten in Berlin nach wie
vor ein großes Haus, wo sie die geistige und politische Prominenz um
sich versammelte. Als kluge und eigenwillige Persönlichkeit war sie u.a.
befreundet mit dem Freiherrn vom Stein und Wilhelm von Humboldt, aber
auch mit Herder und Jean Paul.
Zum vierten Todestag der Königin (1814) veröffentlichte sie eine viel
gelesene Denkschrift, wohl ein Zeugnis der Liebe und Bewunderung für die
Freundin, doch begründete Caroline v. Berg damit einen Luisenkult, der
bis heute seine Blüten treibt.

Der Vortrag beruht auf dem Buch von Urte von Berg "Caroline Friederike
von Berg. Freundin der Königin Luise von Preußen. Ein Portrait nach
Briefen" (Wallstein 2008) .