Anke Fröhlich
Die Dresdener Akademie der Künste
Die „Allgemeine Kunst-Academie der Malerey, Bildhauer-Kunst, Kupferstecher- und Baukunst“ in Sachsen von ihrer Gründung 1764 bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts
Hagedorn, Dietrich, Oeser, Casanova, Schenau und Zingg – diese Künstler und Kunsttheoretiker bildeten mit weiteren Kollegen die erste Generation der Dresdner Kunstakademie, die in Sachsen nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges gegründet wurde.
Die Bedingungen waren nach der Kriegsniederlage und dem wirtschaftlichen Kollaps des Landes einerseits nicht einfach. Andererseits nahm der sächsische Hof rege Anteil an der Förderung der Landeskinder, unabhängig von ihrer Herkunft. Die noch immer reichen fürstlichen und bürgerlichen Kunstsammlungen vor allem in Dresden und Leipzig boten beste Studienvorlagen und die jährlich veranstalteten Akademieausstellungen sorgten für öffentliche Aufmerksamkeit.
Das theoretische Rüstzeug zur Künstlerausbildung hatte Christian Ludwig von Hagedorn bereits 1762 mit seinen „Betrachtungen über die Mahlerey“ geliefert. Auch Giovanni Battista Casanova prägte mit seiner „Theorie der Malerei“ – viel stärker als mit seinen eigenen Werken –eine ganze Schülergeneration. Ihr Einfluss auf die Kunstproduktion in Sachsen ist lange unterschätzt und bisher noch nicht gründlich erforscht worden.
Im engen Austausch mit Künstlern und Gelehrten wie Wille in Paris und Winckelmann in Rom und angelehnt an das Vorbild der Pariser Académie Royale entwickelte Hagedorn das Lehrprogramm: Dabei war sein Ziel vor allem die Ausbildung einheimischer Talente – von Malern, Zeichnern, Kupferstechern sowie Bildhauern und Architekten bis hin zu Porzellanmalern und anderen Vertretern des Kunsthandwerks. Es galt, nach dem Krieg auch auf dem internationalen Kunstmarkt wieder Fuß zu fassen und beispielsweise den englischen und französischen Kupferstechern Konkurrenz zu machen. Die wirtschaftliche Erstarkung des Landes war somit ebenso wichtig wie eine gründliche Geschmacksbildung.
Neben den traditionell gepflegten Kunstgattungen förderte Hagedorn die – in Sachsen traditionell starke – Landschaftsmalerei mit einem eigenen Lehrstuhl für Landschafts- und Tiermalerei. Leipzig mit seiner Akademie unter Oesers und Meißen mit der Zeichenschule der Porzellanmanufaktur unter Dietrichs und dann Schenaus Direktorat besaßen gleichfalls anspruchsvolle Ausbildungsstätten, die der Dresdner Akademie untergeordnet waren.
Zeitschriften wie die „Neue Bibliothek der freyen Wissenschaften und schönen Künste“ begleiteten und publizierten das Wirken und den Erfolg der Akademie. Ihren Wandel von einer jungen Einrichtung hin zu einer verfestigten Institution im 19. Jahrhundert sowie die Rolle, die künstlerische Individualität und den Einfluss der bedeutendsten akademischen Lehrer schildert Anke Fröhlich in ihrem Vortrag.
Hagedorn, Dietrich, Oeser, Casanova, Schenau und Zingg – diese Künstler und Kunsttheoretiker bildeten mit weiteren Kollegen die erste Generation der Dresdner Kunstakademie, die in Sachsen nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges gegründet wurde.
Die Bedingungen waren nach der Kriegsniederlage und dem wirtschaftlichen Kollaps des Landes einerseits nicht einfach. Andererseits nahm der sächsische Hof rege Anteil an der Förderung der Landeskinder, unabhängig von ihrer Herkunft. Die noch immer reichen fürstlichen und bürgerlichen Kunstsammlungen vor allem in Dresden und Leipzig boten beste Studienvorlagen und die jährlich veranstalteten Akademieausstellungen sorgten für öffentliche Aufmerksamkeit.
Das theoretische Rüstzeug zur Künstlerausbildung hatte Christian Ludwig von Hagedorn bereits 1762 mit seinen „Betrachtungen über die Mahlerey“ geliefert. Auch Giovanni Battista Casanova prägte mit seiner „Theorie der Malerei“ – viel stärker als mit seinen eigenen Werken –eine ganze Schülergeneration. Ihr Einfluss auf die Kunstproduktion in Sachsen ist lange unterschätzt und bisher noch nicht gründlich erforscht worden.
Im engen Austausch mit Künstlern und Gelehrten wie Wille in Paris und Winckelmann in Rom und angelehnt an das Vorbild der Pariser Académie Royale entwickelte Hagedorn das Lehrprogramm: Dabei war sein Ziel vor allem die Ausbildung einheimischer Talente – von Malern, Zeichnern, Kupferstechern sowie Bildhauern und Architekten bis hin zu Porzellanmalern und anderen Vertretern des Kunsthandwerks. Es galt, nach dem Krieg auch auf dem internationalen Kunstmarkt wieder Fuß zu fassen und beispielsweise den englischen und französischen Kupferstechern Konkurrenz zu machen. Die wirtschaftliche Erstarkung des Landes war somit ebenso wichtig wie eine gründliche Geschmacksbildung.
Neben den traditionell gepflegten Kunstgattungen förderte Hagedorn die – in Sachsen traditionell starke – Landschaftsmalerei mit einem eigenen Lehrstuhl für Landschafts- und Tiermalerei. Leipzig mit seiner Akademie unter Oesers und Meißen mit der Zeichenschule der Porzellanmanufaktur unter Dietrichs und dann Schenaus Direktorat besaßen gleichfalls anspruchsvolle Ausbildungsstätten, die der Dresdner Akademie untergeordnet waren.
Zeitschriften wie die „Neue Bibliothek der freyen Wissenschaften und schönen Künste“ begleiteten und publizierten das Wirken und den Erfolg der Akademie. Ihren Wandel von einer jungen Einrichtung hin zu einer verfestigten Institution im 19. Jahrhundert sowie die Rolle, die künstlerische Individualität und den Einfluss der bedeutendsten akademischen Lehrer schildert Anke Fröhlich in ihrem Vortrag.