Tostmann
Oliver Tostmann (Berlin)
„Hans
Memelig und die Carraschen. Die Wörlitzer
Gemäldesammlung in ihrem zeitlichen Kontext“
- Der Vortrag beschäftigt sich mit der Gemäldesammlung Herzogs Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) in Wörlitz, einer der bedeutendsten Sammlungen in Deutschland für die Zeit um 1800. Am Beispiel von Wörlitz wird die Frage gestellt, welche Funktion die dortigen Gemälde für den Fürsten hatten. Die Sammlung teilt sich in zwei getrennte Teile auf, die jeweils an unterschiedlichen Orten gezeigt wurden. Während sich einerseits der Bildbestand des Schloßes durch den deutlichen Bezug auf die klassizistische Malerei Italiens kennzeichnen lässt, wurden im Gotischen Haus vorwiegend altdeutsche Gemälde des 15. und 16. Jahrhunderts gesammelt. Beide grundverschiedenen Sammlungsstöcke wurden nur 500 m voneinander entfernt konzipiert und aufgebaut. Wie läßt sich dieses Nebeneinander von unterschiedlichen Malschulen erklären? Für wen wurden sie wie präsentiert? Und schließlich: Was kann uns die Sammlung über das Kunstverständnis um 1800 mitteilen?
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