Friedrich August Calau: Der Gendarmenmarkt mit dem alten Schauspielhause, um 1820, Aquatinta (Laurens und Thiele sculp.), Berlin bei L.W. Wittich, 17 x 12 cm Besitz und Fotografie: Stiftung Stadtmuseum Berlin
 

Anna v. Bodungen

Das Mausoleum der Königin Luise im Schlosspark von Charlottenburg

Wenige Tage nach dem Tod der Königin Luise am 19. Juli 1810 war bekannt geworden, dass Friedrich Wilhelm III. plante, dem Andenken seiner Frau ein Mausoleum zu errichten. Der nach einer eigenhändigen Skizze des Königs errichtete Bau steht im westlichen Teil des Charlottenburger Schlossparks.

Der Bau wurde rasch vorangetrieben und war im Dezember desselben Jahres soweit vollendet, dass am 23. des Monats die Überführung des Leichnams der Königin vom Berliner Dom in das Mausoleum stattfinden konnte.

Die Entstehungsgeschichte des Grabbaus ist bestimmt von der intensiven Auseinandersetzung des Königs mit dem Bau sowie von seiner hohen Einflussnahme auf die Gestaltung desselben. Auffällig ist dabei der stark antikisierende Charakter des Mausoleums.

Die Forschungsgeschichte zum Mausoleum wird in erster Linie von der Frage nach dem maßgeblich beteiligten Architekten bestimmt. Hierbei wird zugunsten Schinkels auf der einen und Gentz’ auf der anderen Seite entschieden. Standpunkte und Argumente dieses „Architektenstreits“ sollen hier vorgestellt werden.