Ahrens
Louis Sachses „Internationaler Kunstsalon“ bildete einen Mittelpunkt in der frühen Kunstöffentlichkeit Berlins. Der „Begründer des Berliner Kunsthandels“ hatte das von ihm im Jahre 1828 gegründete lithographische Institut mit einer Kunsthandlung für internationale Kunst der Gegenwart verbunden. 1853 schloß er ihr mit dem Bau eines eigenen Ausstellungslokals für Gemälde die erste permanente Gemäldeausstellung der Stadt an und übte damit wesentliche Impulse auf bestehende Kunstverhältnisse aus.
Sachses unermüdliches Engagement erweist sich als sehr präsent, wie die regelmäßigen Nachrichten in Tages- und Zeitschriftenpresse als Reaktion auf seine vielseitigen Tätigkeiten zeigen. Mit regem Eifer nahm er sich den Kunstdingen seiner Zeit an und suchte positiv auf ihre Entwicklungen einzuwirken. Schon seine Zeitgenossen anerkannten ihn als Entdecker und Förderer Menzels und Blechens als das er durch seine persönliche Freundschaft zu Daguerre wesentlichen Anteil an der Einführung der Fotografie in Berlin hatte. Gemäß seiner bürgerlich liberalen Gesinnung sah er seine Aufgabe in der Förderung und Verbreitung der Kunst als einen wesentlichen Teil der Lebenskultur. Sein Salon wurde zu einem Umschlagpunkt für Künstler und Publikum als ein Ort der Begegnung und Vermittlung von zeitgenössischer Kunst.